Zwingenberg

Arbeitsmarkt Paten für Ausbildung informierten sich über den Maler- und Lackiererberuf

Wer die Lehrstelle will, muss sich als Praktikant bewähren

Zwingenberg.Dass Maler nicht gleich Maler ist, haben die „Paten für Ausbildung“ (PfAu) bei ihrem jüngsten Firmenbesuch in Zwingenberg feststellen können. In dem kleinen, aber feinen Betrieb arbeiten neben dem Inhaber, Meister Karl-Heinz Zecher, noch drei Gesellen und eine Meisterin. Die Buchhaltung wird abends von der Frau des Inhabers, Monika Zecher, erledigt.

Der Betrieb hat sich auf private Auftraggeber mit gehobener Ausstattung spezialisiert und auf besondere Techniken. Für die Qualität des Unternehmens spricht ein „Qualität im Handwerk“-Siegel, das dem Betrieb von der Handwerkskammer für ausgezeichnete - von den Kunden erteilte - Beurteilungen verliehen wurde. Volle Auftragsbücher bestätigen den Unternehmenserfolg. Ein zusätzlicher Service ist die Durchführung von Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen während des Urlaubs des Auftraggebers.

Test

Zecher informierte die PfAu-Paten über den Betrieb und die Anforderungen des Maler- und Lackiererhandwerks. Auch die Schwierigkeiten, heute fähige Azubis zu finden, wurden angesprochen. Natürlich haben sich auch die Anforderungen an den Beruf im Laufe der Jahre erhöht. So werden heute schon während der dreijährigen Lehrzeit von den Auszubildenden in der Heinrich-Metzendorf-Schule erste Kalkulationen gefordert. Für die Firma Zecher ist bei der Auswahl von Kandidaten für den Lehrberuf in erster Linie ein Praktikum entscheidend. Hier können Schüler und Betrieb feststellen, ob der Beruf der Richtige ist und ob der Bewerber ins Team passt. Man ist stolz darauf, dass die Ausbildungsabbrecherquote gegen Null geht. Fast alle bisherigen Auszubildenden haben ihre Prüfung mit überdurchschnittlichen Leistungen beendet, im Einzelfall sogar als dritter Bundessieger.

Bei einem Rundgang durch die Räume der Firma konnten sich die Paten über die Arbeitsbedingungen informieren. Das Mischen der Farben wird inzwischen von computergestützten Maschinen übernommen. Selbst das Abschleifen mehrerer Lack-Lagen von Türen aus alten Villen erfolgt nahezu staubfrei. Auch beim Reinigen von Pinseln und Rollen wird peinlich genau auf die umweltgerechte Trennung von gereinigtem Wasser und Lackschlämmen geachtet.

Die PfAu-Paten waren sehr dankbar, die Firma Zecher näher kennenzulernen und vor allem mehr über das Maler- und Lackiererhandwerk zu erfahren. Die gewonnenen Erkenntnisse können bei zukünftigen Unterstützungen von Haupt- und Realschülern bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen sehr gut eingesetzt werden.

Wer bei der Ausbildungsinitiative der Städte Bensheim und Zwingenberg mitarbeiten möchten, der kann sich per E-Mail: pfau@bensheim.de melden. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel