Bruhrainer Zeitung

Verdienstmedaillen Stadt Waghäusel ehrt die Bürger, die ihr Blut für Unfallopfer spenden

250 Mal - der Rekord an Hilfsbereitschaft

Waghäusel.Roland Liebl schreibt Stadtgeschichte. 250 hat er sein Blut gespendet. "Dafür müssen wir uns seitens der Stadt eine neue Ehrung einfallen lassen", sagt Oberbürgermeister Walter Heiler bei der Blutspenderehrung im Gemeinderat.

Ab 100 Blutspenden gibt es in Waghäusel das Abzeichen in Gold. So oft wie Liebl hat sich aber noch niemand in der Gemeinde zur Ader gelassen. "Blutspender sind Lebensretter", sagte Heiler in seiner Würdigung bei der Ehrung weiter.

Von 10, 25, 50 und 75 bis hin zu 100 Mal hatten die am Montag geehrten Frauen und Männer Blutspendetermine wahrgenommen. Insgesamt standen 31 Bürger für die Ehrung für zehnmaliges und zwölf für 25-maliges Blutspenden an. Acht Einwohner, die 50 Blutspenden gegeben haben, wurden mit der Verdienstmedaille der Stadt in Bronze ausgezeichnet.

Dr. Rudolf Gentner und Alois Schuhmacher spendeten bereits 75 Mal ihr Blut. Dies würdigte die Stadt mit der Verdienstmedaille in Silber. Rolf Schweikert hat in seinem Leben bislang 100 Mal Blut gespendet. Dafür erhielt er die Auszeichnung in Gold, so auch Roland Liebl für seine 250 Blutspenden.

Folge medizinischen Fortschritts

Heiler hatte eingangs der Ehrung in der öffentlichen Gemeinderatssitzung auf die Bedeutung von Blutspenden eindringlich hingewiesen. So würden jede Woche beim Blutspendedienst des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) rund 15 000 Blutspenden angefordert. Zur Versorgung der Krankenhäuser werde eine Sicherheitsreserve für drei Tage in Höhe von 9000 Blutpräperaten angestrebt.

"Es mag erstaunlich klingen, aber der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts", wies Heiler auf einen oft vergessenen Umstand hin. So sind Operationen, Organübertragungen und die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich, sprich in Verbindung mit Blutübertragungen.

Die Würdigung im Rahmen einer Gemeinderatssitzung "soll auch andere ermuntern, für das Gemeinwohl ein bisschen Blut zu lassen", so Heiler weiter. Dann schritt er zum Dank: Und überreichte jedem Anwesenden das kleine Geschenk. der Stadt als Anerkennung.