Bruhrainer Zeitung

Umweltschutz Jede der sieben Wochen bringt neue Impulse

Aktion Klimafasten wirbt für kleine Änderungen im Alltag

Karlsruhe.In der Fastenzeit können die Bürger nicht nur auf den Genuss von Alkohol oder Süßigkeiten verzichten. Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag ist auch eine gute Möglichkeit, sich auf das Wesentliche zu besinnen und das eigene Alltagsverhalten zu überprüfen – zum Beispiel beim Klimaschutz, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Bundesweit rufen deshalb in diesem Jahr eine Reihe kirchlicher Organisationen und Umweltverbände zum „Klimafasten“ auf. Ziel der Aktion sei es, kleine Änderungen auszuprobieren und bewusst etwas für den Klimaschutz zu tun, wie es weiter in der Mitteilung heißt. Gelegenheit dazu gibt es etwa beim Versuch, eine Woche lang ganz auf das Auto zu verzichten, eine Zeit lang verpackungsarm einzukaufen, neue vegetarische Gerichte zu probieren oder Energiespartipps in den eigenen vier Wänden umzusetzen.

Unzählige Möglichkeiten

„Es gibt unzählige Möglichkeiten, unser Leben klimafreundlicher zu gestalten und sich gleichzeitig einer spannenden neuen Herausforderung zu stellen. Oftmals bedarf es nur kleiner Anstöße, auf die man sich einlassen muss und hier kann die Fastenzeit ein guter Anlass sein“, wie Bürgermeister Klaus Stapf in der Pressemitteilung betont. Im Idealfall entstehen daraus neue Gewohnheiten. Die Fastenzeit könne also sozusagen als „Übungsprogramm“ für einen nachhaltigeren Lebensstil genutzt werden.

Unter dem Motto „So viel Du brauchst…“ steht die Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit mehrerer Landeskirchen. Jede der sieben Fastenwochen ist dabei einem anderen Thema gewidmet, vom Essen über die Mobilität bis hin zu Konsum, Energie und dem Umgang mit Geld. Das sind sieben unterschiedliche Anlässe, neue Impulse aufzugreifen. In Karlsruhe beteiligen sich mehrere Kirchengemeinden wie etwa die Laurentiusgemeinde Hagsfeld aktiv an der Aktion.

Unterstützung bei der Mobilität gibt es vom Karlsruher Verkehrsverbund. Zwischen Aschermittwoch und Ostermontag fällt es mit dem „Fastenticket“ leicht, das Auto mal stehenzulassen. Denn für 25 Euro ermöglicht es an sieben aufeinanderfolgenden Tagen alle Verbindungen im ganzen KVV-Netz. zg