Bruhrainer Zeitung

Porträt Für Peter Bretl ist die Stelle bei der katholischen Seelsorgeeinheit seine erste als leitender Pfarrer / Früher ging er einem anderen Beruf nach

Als Spediteur kennt er sich mit Lastern aus

Waghäusel.Er kommt aus der Nähe: Der neue katholische Pfarrer Peter Bretl für die katholische Seelsorgeeinheit Waghäusel/Hambrücken stammt aus dem Kraichgau, wurde 1974 in Flehingen geboren. Aber Waghäusel ist für ihn kein unbekanntes Pflaster, hat er in der Gemeinde zuvor bereits lange gearbeitet. Der 44-Jährige hat seinen Beruf spät gewechselt und geht seitdem seiner wahren Berufung nach.

Aber der Reihe nach: Im Pfarrbüro in Wiesental lehnt sich Bretl im Gespräch mit unserer Zeitung entspannt zurück. Offene Augen und ein ehrliches Wort zeichnen ihn aus. „Mit meinem älteren Bruder und Schwester habe ich ein gutes Verhältnis“, sagt er zu seinen familiären Hintergrund.

„Es ist meine erste Stelle als leitender Pfarrer“, erläutert er. Bretl war zuvor Speditionskaufmann in Waghäusel. „Davor hatte ich ein Semester Theologie studiert“, beschreibt er seinen Lebensweg. Dann brach er ab und wechselte die Sparte. „Ich hatte mich eines anderen besonnen“, sagt er mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Aber die Verbindung zu Gott blieb einfach im Kopf. „Das Thema ein Priester zu werden hat mich in den ganzen Jahren nie losgelassen“, sagt er. Das nennt man Berufung. Bretl nickt bescheiden. „Mit den Menschen gemeinsam ihren Glauben leben und Gott zu entdecken“, das motiviert mich.

Wie aber geht so etwas dann weiter? Für sogenannte spät berufene Pfarrer gibt es ein Berufseminar auf der Burg in Lantershofen. „Das gilt für den ganzen deutschsprachigen katholischen Raum“, erklärt Bretl. Seine Erinnerung fasst nur Gutes: „Da waren Bayern, Schweizer und eben alle aus ganz Süddeutschland, aber auch viele Kursteilnehmer aus Norddeutschland.“ Nachhaltig sind Bretl die intensiven Gespräche in der Erinnerung geblieben: „Das hat meinen Blick geweitet“. Und manches in den Gesprächen habe ihn auch auf den Boden der Tatsachen wieder zurückgeholt. Da waren Menschen aus den unterschiedlichsten vorangegangenen Berufen.

Der Jugendarbeit verbunden

Pastoral will er jetzt noch keine Schwerpunkte setzen. Der Jugendarbeit sei er aber tief verbunden, lässt er im Gespräch mit unserer Zeitung durchblicken. Im Moment ist Bretl erst einmal damit beschäftigt, sich mit der Vielfalt der großflächigen katholischen Seelsorgeeinheit vertraut zu machen, die Gläubigen richtig kennenzulernen und ein Vertrauensverhältnis zu schaffen.

Christliche Gemeinden leben von der Gemeinschaft. „Ich hoffe hier auf eine gute Ökumene“, sagt der Pfarrer zuversichtlich. Für das neue Jahr wünscht Bretl allen Menschen ein „friedvolles Miteinander“.

Info: Weitere Informationen zur Seelsorgeeinheit gibt’s im Internet unter www.kath-w-h.de.