Bruhrainer Zeitung

Interview Nicolas Dorn ist sportlicher Leiter des Karlsruher Pfitzenmeier Clubs / Er ermöglicht den Handballtalenten eine neue Umgebung und so einen Tapetenwechsel

„Andere Krafträume stoßen an ihre Grenzen“

Archivartikel

Karlsruhe.Der sportliche Leiter des Karlsruher Pfitzenmeier Fitnessparks weiß, worauf es bei Profisportlern ankommt. Er erklärt, wie Leistungssport und Fitnessstudio zusammen passen – und welche Übungen hilfreich sind.

Herr Dorn, die Handballer der Rhein-Neckar Löwen trainieren in den Pfitzenmeier Fitnessparks. Aber wie passen Leistungssport und Fitnessstudio zusammen?

Nicolas Dorn: In der Tat ist die Schnittmenge zwischen Leistungssport und Fitnesssport viel größer als man im ersten Moment vielleicht denkt. Profisportler wie die Rhein-Neckar Löwen finden bei uns optimale Voraussetzungen vor, um ganzheitlich und zielgerichtet zu trainieren. Ob an Kraftgeräten, ein Functional Training oder Leistungsdiagnostik, es ist für jeden etwas dabei.

Profimannschaften haben heutzutage fast immer eigene Athletiktrainer und sehr oft eigene Krafträume oder sogar Trainingszentren. Warum ist es für diese Sportler und Vereine trotzdem so attraktiv in die Pfitzenmeier Clubs zu kommen?

Dorn: Grundsätzlich geht es den Verantwortlichen und uns als Trainern vor allem darum, die Sportler aus ihrem bekannten Setting zu holen und einmal für einen Tapetenwechsel zu sorgen. Man ist im Verein meistens darauf fokussiert täglich sportartspezifisch zu trainieren und sieht oftmals immer das gleiche. Somit stellen sich automatisch bestimmte Muster ein. Diese versuchen wir in den Pfitzenmeier Premium Clubs und Resorts bewusst aufzubrechen und den Sportlern neuen Input und Eindrücke zu geben. Außerdem sind Krafträume im Verein zwar mitunter sehr gut ausgestattet, an die Ausstattung unserer Geräte wird aber wohl keiner heranreichen können. Das ist ja auch vollkommen normal. Somit bieten sich für die Sportler in den Pfitzenmeier Fitnessparks noch andere Möglichkeiten des Trainings durch verschiedene Kraftgeräte und Trainingsmaterialien, die sie sonst nicht nutzen könnten.

Macht die Trainingsergänzung im Fitnessstudio das Training der Leistungssportler noch effektiver?

Dorn: Durchaus. Nehmen wir beispielsweise das Maximalkrafttraining, welches eine hohe Bedeutung für das Training der Schnell- und Sprungkraft hat und für eine Sportart wie Handball extrem wichtig ist. Dabei muss mit hohen bis maximalen Widerständen trainiert werden und da stoßen vereinsinterne Krafträume oft schnell an ihre Grenzen. Zudem bietet sich bei uns eine riesige Möglichkeit, funktionell zu trainieren, das heißt Bewegungen zu trainieren, wie sie im Alltag oder auch in der jeweiligen Sportart vorkommen. Dabei kann dies sowohl an Kraftgeräten, als auch mit Kleingeräten wie Kettlebells, Medizinbällen, Widerstandsbändern oder noch vielen weiteren Materialien trainiert werden. zg

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