Bruhrainer Zeitung

Terrorverdacht Rechtsextreme aus Chemnitzer Szene in Haft

Angriffe mit Waffengewaltgeplant

Archivartikel

Karlsruhe/Chemnitz.Wegen des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung ist gegen zwei Männer aus Sachsen Untersuchungshaft angeordnet worden. Wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte, handelt es sich um die mutmaßliche Führungsfigur, den 31-jährigen Christian K., sowie um Thomas W.. Zwei weitere Verdächtige sollten noch am Montag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführte werden, die anderen heute.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag in Sachsen und Bayern sechs Rechtsextremisten festnehmen lassen. Mehrere Wohnungen sowie weitere Räumlichkeiten im Raum Chemnitz wurden durchsucht. Dabei wurden unter anderem Schlagstöcke, ein Luftdruckgewehr und Speichermedien gefunden. Die Beschuldigten seien fest in der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene verwurzelt, teilte die Bundesanwaltschaft in einer Pressemitteilung mit. Nach den Ermittlungen hatten sie sich spätestens am 11. September als Gruppe zusammengeschlossen und unter dem Namen „Revolution Chemnitz“ bewaffnete Angriffe auf Ausländer und Politiker geplant.

Zusammen mit den Behörden in Sachsen werde man nun klären, inwieweit die Vernetzung gehe. Und auch, ob die Beschuldigten an den Ausschreitungen im August in Chemnitz beteiligt waren. dpa/cao