Bruhrainer Zeitung

Kienholzclub Narren eröffnen die neue Fasnachtskampagne mit einem zünftigen Schlachtfest mit Wellfleisch

Anna und Stephanie - die Herzdamen

Wiesental.In Wiesental wurde am Samstag auf den Punkt genau um 11.11 Uhr die "fünfte Jahreszeit"eröffnet. Traditionell durch die Mitglieder des Kienholzclubs (KHC), die angeführt von Kommandant Tobias Kolb, mehreren Ehrenkienholzfrauen und -männern - darunter auch der amtierende Heinz Baumann als "Heinz der Omnibussler" - sowie den KHC-Herzdamen Vanessa II. & Anny I. in das voll besetzte Foyer der Wagbachhalle einmarschierten.

Dort erwartete die erwartungsfrohen Gäste ein kurzes Eröffnungsprogramm, ehe der Start der neuen Fasnachtskampagne mit einem urigen Schlachtfest bei Wellfleisch und frischen Wurstwaren gefeiert wurde.

KHC-Chef Tobias Kolb konnte auch Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler, im Jahr 2000 selbst als "Walter der Stadthalter" zum Ehrenkienholzmann ernannt, KHC-Gründungsmitglied Friedrich Herberger sowie Abordnungen befreundeter Karnevalsvereine begrüßen. Darunter war natürlich auch eine große Abordnung der Kirrlacher Karnevalsgesellschaft mit dem noch bis zum Abend amtierenden Prinzenpaar Angelika I. und Karlheinz II., Präsident Peter Christ und Sitzungspräsident Eric Klemm.

Die KaGe Narhalla Philippsburg war durch ihren Präsidenten Harald Weiß ebenso vertreten wie die Golratzen aus Rheinhausen mit Präsident Roland Herrmann, eine Abordnung der Uneroisemer Kerschdekipper, die Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft mit Präsidentin Gabriele Biefel sowie natürlich der Freundeskreis der Wissädalä Fasänachdä mit ihrem Vorsitzenden Manuel Hoffner.

Ihren letzten offiziellen Auftritt hatten auch die beiden KHC-Herzdamen Vanessa Kannegießer und Anny Helker, die während der Fasnachtskampagne 2016/17 Waghäusels ältesten Narrenverein repräsentierten. KHC-Chef Tobias Kolb würdigte die Verdienste von Vanessa II. & Anny I. und lobte auch das Engagement von Ehrenkienholzmann Heinz Baumann, der noch bis zur großen Wiesentaler KHC-Prunksitzung am 3. Februar in der Wagbachhalle im Amt sein wird. Der Waghäuseler Reiseunternehmer hat durch den Verkauf des begehrten Kienholzes insgesamt 2222 Euro an Spenden eingesammelt und davon jeweils die Hälfte der Wohngemeinschaft Wiesental sowie der Einrichtung "Kinderplanet" in Heidelberg gestiftet.

Zu den Höhepunkten bei der jährlichen Auftaktveranstaltung am 11.11. zählt die Inthronisation der neuen KHC-Herzdamen. An der repräsentativen Spitze des Wiesentaler Kienholzclubs stehen in der Kampagne 2017/18 mit Anna II. und Stephanie I. zwei junge Frauen, die in der Wiesentaler Narretei stark verwurzelt sind.

Die 24-jährige Anna Kretzler hat von den Spreißeln bis zu den Schautanzgruppen alle Tanzgruppen des Kienholzclubs durchlaufen und ist durch ihren Vater Michael und durch Opa Heinrich Kretzler karnevalistisch "vorbelastet". Wie Anna Kretzler arbeitet auch die 26-jährige Stephanie Rödelstab als Friseurin im Salon "Hairart und Design" der ehemaligen KHC-Herzdame Lisa Futterer. Beide verbindet eine Freundschaft sowie die Liebe zur Fasnacht.

Hölzernes Zepter überreicht

"Bisher waren wir nur als Schlumpeln unterwegs und freuen uns darauf, während der Kampagne einmal die andere Seite der Fasnacht kennenzulernen", sagen Anna II. und Stephanie I., ehe sie von ihren Vorgängerinnen die holzgeschnitzten Zepter als Insignien der Macht erhielten. Geehrt wurden für ihre elfjährige Mitgliedschaft als KHC-Elferräte Dieter Feuerstein, Dieter Roth und Michael Schuhmacher. Neu aufgenommen in den Kreis des Wiesentaler Kienholzclubs wurden Steffen Messerschmidt, Michael Weiß und Vanessa Kannegießer.

Tobias Kolb, Kommandant des Wiesentaler Kienholzclubs (KHC), präsentierte auch erstmals den neuen Jahresorden für die Kampagne 2017/18. Die Form der aktuellen KHC-Auszeichnung, die wieder vom ehemaligen Sitzungspräsident Herbert Mahl entworfen wurde, ähnelt einer Flasche und symbolisiert das 2018 zu feiernde 120-jährige Jubiläum der Firma "Wiesentaler Mineralbrunnen".

Dabei verschweigen die KHC-Narren allerdings nicht, dass das schon mehrfach ausgezeichnete Mineralwasser aus dem Waghäuseler Stadtteil während der Kampagne eigentlich nur ein Notgetränk sei. Deshalb steht auf einer Schleife am Flaschenfuß auch der vielsagende Satz: "Wir KHC´ler trinkä Bier, Schnaps und Woi, bei Wassä muss es Wiesentaler soi".