Bruhrainer Zeitung

Aus dem Geschäftsleben Suzuki Ehringer präsentiert innovative Airbag-Westen der Marke Helite

Bei Gefahr bläst sich die Weste als Airbag auf

Oberhausen."Mit 25 fiel es sich definitiv eleganter." Mit diesem charmanten Geständnis zum Sturz mit einem Motorrad, begrüßte Jens Ehringer die interessierten Gäste. Der Chef von Motorrad Ehringer in Oberhausen hatte zum "Helite-Info-Abend" eingeladen. Die Airbag-Westen des Herstellers "Helite" haben den passionierten Biker überzeugt, meinte Ehringer. Nach verschiedenen Erfahrungen auf der Rennstrecke empfindet er diese "als bestmöglichem Schutz auf dem Motorrad".

Und so funktionieren die Westen: Die Abreißleine wird am Rahmen des Motorrades befestigt. Bei Fahrtbeginn "klickt" sich der Westen-Träger ein und ist so mit seinem Fahrzeug verbunden. Etwa 30 Kilogramm Zugkraft sind zur Auslösung notwendig. Das bedeutet auch, dass individuelles Fahrverhalten wie zum Beispiel im Sattel aufzustehen bei Unebenheiten oder das langsame Absteigen vom Motorrad möglich sind.

Der Fahrer kann den Auslösemoment anhand der Reißleine individuell einstellen. Mit einer Auslösezeit von nur 100 Millisekunden blasen sich die Kammern, die in der sogenannten "Turtle-Technologie" angeordnet sind, schnell genug auf. Übersetzt heißt das, die Kammern schützen wie ein Schildkrötenpanzer. Kopf, Hals, Wirbelsäule, Brustkorb, innere Organe, Becken und Steißbein werden so behütet. Insgesamt 17 bis 24 Liter Luft (je nach Größe) sind so zur Verteilung und Absorption von Schlägen verteilt.

Auslösezeit live demonstriert

Mitarbeiter Lukas Fessler und Jens Ehringer am Zugseil demonstrierten die Auslösezeit und Festigkeit der Weste anschaulich. Der klare Vorteil der Produkte sei, dass es nach dem Auslösen nicht zum Hersteller eingeschickt werden müsse. Der Austausch der gebrauchten Gaskapsel sei denkbar einfach: die Halterung an der Weste sei leicht zu öffnen. Die gebrauchte CO2-Kartusche werde herausgedreht, nachdem mit einem Innensechskantschlüssel der Auslösemechanismus entfernt worden sei. Dann werde die neue Patrone eingeschraubt und mit dem Schlüssel der Auslösebolzen wieder gespannt. Innerhalb von wenigen Minuten könne dies erledigt werden, wie Lukas Fessler demonstrierte.

Mit nur 500 Gramm sei das Modell "Airnest" zudem "kein extra Gewicht" und fühle sich gut und leicht an, findet Birgit Diel. Sie hat ihren Motorrad-Führerschein seit fünf Jahren und ist Vielfahrerin. Als einzige Frau wagt sie den Selbstversuch und ist begeistert. Sie fühle sich gut eingepackt und könnte sich jetzt "auch einfach nach hinten umfallen lassen" scherzt sie.

Michael Osswald, der eine V-Strom-Tourenmaschine fährt , überlegt sich die Anschaffung. Gerade für jemanden, der eben nicht so viel fahre, stärke dieser Schutz das Sicherheitsgefühl. Das Modell GP-AIR mit Aussparung für den "Rennstrecken-Höcker" hat es Dominik Haag angetan. Gerade als Amateur auf der Rennstrecke ist dies "günstiger und praktischer". Er kannte bisher nur elektronisch auslösende Airbags im kompletten Kombi integriert, die zum Hersteller eingeschickt werden müssen, falls sie auslösen.

Nicht nur die etwa 30 Teilnehmer waren am Ende begeistert von den Airbag-Westen und den Komplett-Jacken, sondern auch der jüngste Motorrad-Fan, Töchterchen Emma.