Bruhrainer Zeitung

Vernissage Manfred Bentz stellt in der Volksbank aus

Bilder zeigen multikulturelle Realität der Globalisierung

Philippsburg.Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen –oder ausdrucksstark zeichnen, malen und gestalten. Für Letzteres entschied sich der Philippsburger Ausnahmekünstler Manfred Bentz schon oft und tut es immer noch. In Philippsburg gibt es ab Freitag, 20. April, die Gelegenheit, seine Entfaltungskraft zu bewundern. Über vier Jahrzehnte an Reiseerinnerungen beinhaltet die Ausstellung in den Räumlichkeiten der Filiale der Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt am Marktplatz.

Es ist seine vierte Ausstellung über die Indianer Nordamerikas. Bereits 1981 fand in der Stadtbibliothek Philippsburg die erste Ausstellung mit Bildern aus dem Südwesten der USA statt. Nachdem er vom sehr guten Zuspruch überrascht war, fasste er Mut und bewarb sich bei der Stadt Köln. 1989 folgte dort in Zusammenarbeit mit dem Rautenstrauch-Joest Museum für Völkerkunde die zweite Ausstellung in der Universitätsbibliothek. Ergänzt wurden Bentz Arbeiten von weiteren bereits verstorbenen Indianermalern. Die Gesamtheit dieser Ausstellung in Verbindung mit Masken, Schmuck und glasperlenbestickter Kleidungsstücke aus dem Fundus des Museums war für den Chef der Philippsburger Künstlergilde etwas ganz besonderes. Die dritte Ausstellung über die Indianer Nordamerikas fand dann vier Jahre später auf Schloss Westerhaus in Ingelheim am Rhein statt. Auch das Weiterbildungszentrum der Stadt wurde in dieser Zeit mit Bildern von ihm bereichert.

Dreidimensionale Grafiken

In Philippsburg nun wird Bentz eine Kombination aus alt und neu geschaffenen Werken vorstellen. Den Hauptbestandteil bilden realistische Porträts und Landschaften. Er verwendet für seine Zeichnungen und Grafiken Aquarell, Pastell, Acryl, Öl und Tusche. Auch Kohle- und Bleistiftzeichnungen in Kombination, sowie dreidimensionale Grafiken und Kunstwerke sind unter seinen feingliedrigen Händen in liebevoller Arbeit entstanden.

Beim Besuch in seinem Atelier im Anbau seines Hauses in Philippsburg herrscht ein besonderes Flair. Accessoires wie Federn, Trommeln und Schnitzereien entführen in die besondere Welt des Künstlers. Die aus einer Mischung aus Erlebtem und Fiktivem entstandenen Porträts regen durch ihre souveräne Ausdruckskraft den Betrachter zum Nachdenken an. Nachdenken über soziale Beziehungen und die Repräsentation von Minderheiten in der westlichen Kultur-Gesellschaft und auch der Kunstgeschichte. Damit schafft Bentz schafft eine neue Art der Bilderzählung über multikulturelle Realität in Zeiten der Globalisierung.

Der fast 75-jährige Philippsburger Meisterschüler des Karlsruher Kunstmalers und Grafikers Theo Sand hat Zeichen gesetzt – nicht nur in der lokalen Kunstszene. Seit 30 Jahren führt er mit viel Erfolg die „Künstlergilde Oberhausen“. Seit 1972 beteiligt er sich auch an Ausstellungen in Italien, Frankreich, Polen, Luxemburg, Österreich und Ungarn. Nun also auch endlich wieder in seiner Heimatstadt. Bis Freitag, 25. Mai, werden seine Werke zur Regelöffnungszeit der Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt am Marktplatz zu sehen sein.