Bruhrainer Zeitung

Zukunftskonferenz Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup spricht mit Studierenden / Moderne Lernräume per App buchen

Campus zur Innenstadt öffnen

Karlsruhe.Über 3000 Studierende der Karlsruher Hochschulen engagierten sich bisher beim städtischen Korridorthema „Zukunft Innenstadt“, mit dem die Karlsruher City in ihrer unverwechselbaren Identität – auch mit Blick auf die sich abschließende Baustellen-Situation – in ihren unterschiedlichen Qualitäten weiter entwickelt werden soll. Bei der vom städtischen Wissenschaftsbüro organisierten Zukunftskonferenz Anfang Juni kamen über 70 Studenten im Kulturzentrum Tollhaus zusammen, um neue Ideen für die Karlsruher Innenstadt zu entwickeln, wie die Stadt jetzt in einer Pressemitteilung schreibt.

Mit dem Workshop startete die dritte Phase des umfangreichen Stadtentwicklungsprojektes „Innenstadt von morgen aus Sicht der Studierenden“, bei dem Studierende aktiv in die Ideenfindung zukünftiger Entwicklungen der Innenstadt einbezogen werden. „Im Zuge der Kombilösung eröffnen sich in den nächsten Jahren neue Chancen für die zentralen Hochschulbereiche, die öffentlichen Räume und die Nutzungsstrukturen in innerstädtischen Quartieren. Wir wünschen uns, dass diese Räume aktiver durch Studierende genutzt werden“, hielt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der der Zukunftskonferenz fest.

Umfrage zur Zukunft der Stadt

In Kooperation mit dem „Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft“ (IESL) Fachgebiet Stadtquartiersplanung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), hatte das Wissenschaftsbüro im letzten Jahr eine umfangreiche Studierendenbefragung mit insgesamt über 3000 Teilnehmern durchgeführt, um herauszufinden, wie die Studierenden ihre Stadt wahrnehmen, wo sie sich aufhalten und was sie sich für die Zukunft wünschen. In der ersten Phase wurde anhand der Umfrage die Zufriedenheit der Studierenden mit der Stadt und dem dazugehörigen Angebot ermittelt. Im nächsten Schritt bot ein interaktives „Online-Mapping-Tool“ Studierenden die Möglichkeit, Quartiere qualitativ zu bewerten. Auch konkrete Verbesserungsvorschläge konnten sie dann einbringen.

Die Ergebnisse der Befragung stellten das „Raumwissen“ der Studierenden dar und bildeten die Grundlage des dritten Projektbausteins – der Zukunftskonferenz. Basierend auf den Befragungsergebnissen wurden zahlreiche Fragestellungen im Workshop fokussiert: Wie sehen die optimalen innerstädtischen Plätze und Grünräume der Zukunft für die Studierenden in der Fächerstadt aus? Wo sind die gastronomischen Angebote, Einzelhandelsangebote und Möglichkeiten für unterschiedlichste Sport- und Freizeitaktivitäten sowie Pausenräume in Campusnähe zu verbessern? Wie präsentieren sich Lernräume der Zukunft und wie kann man sie verwalten? Welche Wünsche haben Studierende für den öffentlichen Personennahverkehr?

An sieben Themeninseln wurden konkrete Handlungsempfehlungen für die Karlsruher Stadtverwaltung zusammengetragen. Dabei wünschten sich die Studierenden unter anderem moderne Lernräume in der zentralen Innenstadt, die über eine App gefunden und gebucht werden können, einen offenen Campus, der stärker an die Innenstadt angebunden ist, eine fahrradfreundlichere Stadtmitte und einen preislich attraktiveren öffentlichen Nahverkehr als bessere Alternative zum Auto sowie ein breiteres studentisches Kulturangebot.

Ergebnisse kommen im Herbst

Gemeinsam mit Experten aus der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ließen die Studierenden einen ganzen Tag ihrer Kreativität freien Lauf und entwickelten Ansätze für die Zukunftsgestaltung der Karlsruher Innenstadt. Im nächsten Schritt werden die umfangreichen Ergebnisse der drei Projektphasen zusammengeführt, vertieft und ausgewertet, um sie abschließend der kommunalen Politik als Diskussionsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse sollen im Herbst auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert werden, wie es in der Pressemitteilung abschließend heißt. zg