Bruhrainer Zeitung

Fußball KSC kann nach 2:0-Sieg gegen Aalen weiter auf Zweitliga-Rückkehr hoffen / Wiesbaden endgültig abgehängt / Trainer und Spieler mit Saison zufrieden

„Das ist der Lohn für die harte Arbeit“

Archivartikel

Karlsruhe/Aalen.Zwischenzeitlich hatte beim Karlsruher SC niemand mehr an die Aufstiegschance geglaubt. Und nun ist sie da. Ein Jahr nach dem Abstieg kann der Karlsruher SC wieder direkt in die 2. Fußball-Bundesliga zurückkehren. Am vorletzten Spieltag der 3. Liga gewann der KSC am Samstag beim VfR Aalen mit 2:0 (1:0) und sorgte damit im Fernduell um Relegationsplatz drei mit dem SV Wehen Wiesbaden für den vorentscheidenden Punktgewinn.

„Wir haben heute aus einer guten Saison eine sehr gute gemacht. Jetzt wollen wir eine herausragende Saison daraus machen“, sagte KSC-Trainer Alois Schwartz. Wiesbaden verlor bei Aufsteiger SC Paderborn mit 1:3 (0:0) und kann im Saisonfinale am kommenden Samstag bei vier Punkten Rückstand den KSC nicht mehr von Rang drei verdrängen.

Aufstieg als klares Ziel

Für Karlsruhe begann die Saison schleppend. Die Badener standen zwischenzeitlich auf Rang 16., arbeiteten sich dann aber kontinuierlich nach oben. Am 35. Spieltag gelang der Sprung auf Rang drei, den der KSC nicht mehr hergab. Damit hat Karlsruhe nun in zwei Relegationsspielen gegen den Tabellen-16. der 2. Liga die Chance, ein Jahr nach dem Abstieg wieder ins deutsche Unterhaus zurückzukehren. „Das ist der Lohn für die harte Arbeit. Jetzt haben wir zwei schöne Spiele vor uns, in denen es um alles geht. Jetzt wollen wir unser Ziel erreichen, und das heißt Aufstieg“, sagte KSC-Innenverteidiger David Pisot.

Anders die Stimmung in Wiesbaden. Die Elf von Coach Rüdiger Rehm spielte durchweg eine konstante Saison, war nie schlechter als Siebter. Vom 17. bis einschließlich 34. Spieltag stand Wehen auf Rang drei. Doch nun ist der Aufstiegstraum geplatzt. „Die Enttäuschung ist sehr groß. Wenn ich die ganze Saison sehe, was wir geleistet haben, ist es bitter. Wir haben dennoch eine tolle Saison gespielt, auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt“, sagte Rehm, der im nächsten Jahr wieder angreifen will.

Meisterschaft noch offen

Somit ist in der 3. Liga nur noch die Meisterschafts-Entscheidung offen, die sich im Saisonfinale kommende Woche zwischen den beiden Aufsteigern 1. FC Magdeburg und Paderborn entscheidet. Der FCM verteidigte mit einem 3:1 (3:1) gegen Absteiger Chemnitzer FC die Tabellenführung und geht mit zwei Punkten Vorsprung auf die Ostwestfalen ins entscheidende Fernduell am kommenden Samstag. „Wir haben nächste Woche noch eine Aufgabe, die wir lösen wollen. Wir wollen noch um die Meisterschaft mitspielen“, sagte Paderborns Coach Steffen Baumgart. dpa