Bruhrainer Zeitung

Gemeinderat Beigeordneter steht zur Wiederwahl an

Deuschle ist der einzige Bewerber

Waghäusel.Die erste Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause findet am Montag, 18. September, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Wichtigster Punkt ist die Wahl des ersten Beigeordneten. Gemäß Gemeindeordnung sind Beigeordnete als hauptamtliche Beamte auf Zeit zu bestellen, deren Amtszeit acht Jahre beträgt. Sie werden vom Gemeinderat gewählt. Die Amtszeit des derzeitigen Beigeordneten Thomas Deuschle endet Ende Oktober. Nach öffentlicher Ausschreibung war er nach Ablauf der Frist der einzige Bewerber. Deuschle wird sich in einem 15-minütigen Redebeitrag in der Sitzung vorstellen. Im Anschluss folgt die geheime Wahl. Gewählt ist er, wenn er mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden Stimmberechtigten erhält. Gibt es, wie in diesem Fall, nur einen Bewerber, und dieser erreicht die benötigte Hälfte der Stimmen nicht, findet frühestens eine Woche nach dem ersten Wahlgang ein zweiter Wahlgang statt.

Bebauungsgebiet Eremitage

Desweiteren soll über den Bebauungsplan "Gewerbegebiet Eremitage Teilgebiet I" entschieden werden. Anlass der Planänderung ist eine vom ansässigen Verein Astronomiefreunde 2000 Waghäusel geplanter Neubau einer Sternwarte. Mit dem Bau soll den Einwohnern der Großen Kreisstadt und aus der ganzen Region die Möglichkeit gegeben werden, einen visuellen Zugang zu den Tiefen des Universums zu erlangen. Das Gebäude soll zusätzlich zwischen Fachastronomie und der Öffentlichkeit vermitteln.Das durch Spenden finanzierte Projekt sieht eine bauliche Konzeption vor, die insbesondere körperlich beeinträchtigten Menschen einen Zugang zum Gebäude und eine Teilnahme an Beobachtungen ermöglicht. Da die geplante Sternwarte nur einen kleinen Teilbereich einnehmen wird, soll die restliche Fläche für weitere Nutzungen offen gehalten werden.

Wie steht's um die Kriminalität?

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Präsentation der Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2016. Die Polizei wird das Lagebild für die Große Kreisstadt vorstellen. Hierfür werden der erste Polizeihauptkommissar Oskar Rothenberger und Polizeihauptkommissarin Anke Gromer-Mahl anwesend sein.

Vergabe an Architekten

Auch in Sachen Neubau einer Gemeinschaftsschule steht ein Beschluss an. Ein Ingenieurbüro wird für die Tragwerksplanung benötigt. Die Architektenleistungen wurden per Wettbewerb an das Architekturbüro Günter Hermann aus Stuttgart vergeben. Bei der Baumaßnahme wird derzeit insgesamt von einem Kostenrahmen von etwa 12 Millionen Euro ausgegangen. Da der Auftragswert der Planungsleistungen über dem Schwellenwert von 209 000 liegt, ist die Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge anzuwenden und der Auftrag europaweit auszuschreiben. Deshalb wurde ein Verhandlungsverfahren durchgeführt. Nach öffentlicher Aufforderung zur Teilnahme sowie nach Prüfung der Eignung und Leistungsfähigkeit der Bewerber (Teilnahmewettbewerb) wurde mit mehreren Bietern über die Auftragsbedingungen verhandelt. Insgesamt haben an der Ausschreibung Tragwerksplanung 15 Bewerber teilgenommen. Im Losverfahren wurden sechs ausgewählt, nach Kriterien abgefragt wie der Qualifikation des Projektleiters, Präsentation eines vergleichbaren Projekts, beim Bietergespräch gewonnene Eindrücke, Honorar und ähnliches geprüft. Danach empfiehlt die Verwaltung, das Ingenieurbüro IGB aus Mannheim zu beauftragen.