Bruhrainer Zeitung

Kabarett Heiko Maier zeigt mit seinen Töchtern July und Emely im Programm „Beschd Off“ Höhepunkte der elf Jahre / Karriere begann 2007 im Wiesentaler Leosaal

„Die Bühne verbindet die ganze Familie“

Oberhausen-Rheinhausen.Seit 2007 steht Heiko Maier mit seinem Programm „MaierLive“ auf der Bühne. Am Samstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr zeigt Maier, der sich selbst als Stand Up Comedian sieht, in der TV Halle in Oberhausen mit „Beschd Off“ einen Querschnitt aus den vergangenen elf Jahren.

„Aus jedem Jahr spiele ich mindestens ein Lied, bei den Themen sind es ein paar mehr“, verrät Maier. Genau 256 werden auf den Plakaten angekündigt. Seine Ideen holt er sich aus den alltäglichen Situationen innerhalb der Familie, Schule, des Vereins oder Geschäftslebens. Gerne greift er Aktuelles auf. Politik und Nachrichten lässt er allerdings außen vor.

Jeder Gast findet sich wieder

Der badische Mundartkünstler hält seinem Publikum immer wieder einen Spiegel vor. „Jeder Gast findet sich irgendwann im Programm wieder“, lacht Maier. Gibt das Publikum einen Anlass, wirft er auch kurzfristig sein eigentliches Programm über den Haufen. „Wenn mir ein Gedanke in den Kopf schießt, muss er gleich raus“, beschreibt Maier seine Spontanität.

Bei seinen Liedern greift er häufig auf bekannte Melodien von Boney M. über Elton John bis Nirwana zurück. Der gelernte Tontechniker komponiert aber auch eigene Melodien. Seine beiden Töchter haben die Begeisterung für die Bühne, jede auf ihre Weise, vom Vater geerbt. Mittlerweile stehen beide mit ihm auf der Bühne. Neben ihren eigenen Beiträgen singt die ältere Emely gemeinsam mit ihm Duette, während die 12- jährige July Klaviersoli spielt. „Den Anfang des Programms müssen jedes Mal die beiden machen. Ich bin zu aufgeregt. Aber wenn sie mich dann ankündigen, muss ich ja raus“, berichtet Maier über sein Lampenfieber. Seine Frau Carina sitzt immer im Publikum und fängt die Reaktionen der Zuschauer auf. Nach der Vorstellung werden daraus die Schlüsse für die nächsten Auftritte gezogen. „Die Bühne verbindet die ganze Familie. Es ist so schön zu sehen, wie sie gemeinsam Spaß haben“, berichtet Carina Maier stolz. Vor den Auftritten liegen allerdings häufig auch ihre Nerven blank. Regelmäßig läuft vieles schief. „Proben können sie alle nicht“, lacht sie. Maiers Karriere begann 2007 im Wiesentaler Leosaal. Das Café Normal, ursprünglich als Veranstaltungsort geplant, war wegen der unerwartet großen Nachfrage viel zu klein. „Wegen des damals neuen Rauchverbots in den Kneipen kamen weniger Gäste ins Café Normal. Da hatte der Wirt die Idee an einem Abend ein Unterhaltungsprogramm anzubieten, um die Gäste anzuziehen“, erinnert sich Maier.

Da der Inhaber des Cafés von dem komödiantischen Talent seines Stammgastes wusste, fragte er ihn, ob er nicht einen kurzen Auftritt arrangieren könnte. Aus der geplanten kleinen Veranstaltung in der Kneipe wurde ein fünfeinhalbstündiges Programm im damaligen Leosaal mit 240 Gästen und wegen des Erfolgs am nächsten Abend nochmals mit 200 Gästen.

Hohe Nachfrage

Die heute 18-jährige Tochter Emely war von Anfang an dabei. Sie wollte danach gleich wissen, wann sie wieder auftreten. Nahtlos ging es im folgenden Jahr weiter. Ab 2010 wurde mit „...schun widdä!“ ein neues Programm gespielt.

Die Veranstaltungen sind immer schnell ausverkauft. Mittlerweile tritt er neben seiner Heimat Wiesental unter anderem auch in Hambrücken, Oberhausen, Neudorf, Langenbrücken, Speyer, Staffort oder Bühl auf. Das aktuelle Programm „100 Brotzendich“ wurde wegen der großen Nachfragen zwei Jahre in Folge gespielt. Maier ist mehrmaliger Preisträger des Mundartwettbewerbs „De gnitze Griffel“.

Über 10 000 Zuschauer im Alter von zehn bis 80 Jahren kamen bisher in den Genuss von „MaierLive“. Nach den nächsten beiden Veranstaltungen am Samstag in Oberhausen und am Samstag, 17. November, in Staffort werden sicherlich wieder einige hundert mehr dazu kommen.