Bruhrainer Zeitung

Tiergarten Viele Arten werden von der Natur ausgerottet / Infostände sollen Besucher für dieses Thema sensibilisieren / 25 Institutionen beteiligen sich vor Ort

Die Säbelantilope gibt’s nur noch im Zoo

Archivartikel

Karlsruhe.Viele besondere Tierarten sterben aus. Um dem etwas entgegenzuwirken steht im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe am Sonntag, 9. September, der ganze Tag im Zeichen des Artenschutzes. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Artenschutztag im Zoo ausgerichtet, auch in diesem Jahr sind verteilt über das gesamte Gelände Stände zur Artenschutzthematik zu finden. Das scheibt der Zoo in einer Pressemitteilung.

„Für uns als Zoo ist es besonders wichtig, die Zoogäste zu sensibilisieren. Sie sollen bei ihrem Besuch neben der Freizeiterholung auch die Thematik Artenschutz nähergebracht bekommen. Das ist eines der zentralen Anliegen der Zoologischen Gärten“, betont Dr. Clemens Becker, stellvertretender Zoodirektor und Kurator Artenschutz. „Artenschutz ist für uns das Leitthema, das stellen wir in der gesamten Bandbreite von lokal bis global dar und wollen damit Impulse setzen“, ergänzt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Mehr Institutionen als 2017

Insgesamt 25 Institutionen – und damit zehn mehr als im vergangenen Jahr – beteiligen sich am Artenschutztag im Zoo Karlsruhe. Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher an zahlreichen Ständen informieren. Der Zoo selbst wird dabei die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe mit dem Thema Biodiversität in den Mittelpunkt rücken. Zudem wird gezeigt, wie sich der Zoo in Sachen Artenschutz engagiert: gezielte und europaweit koordinierte Zuchtprogramme, Wiederansiedlungsprojekte etwa von Przewalski-Pferd und Säbelantilope. Bei beiden Programmen ist der Zoo Karlsruhe beteiligt. Weitere Themen sind nachhaltiges, umweltfreundliches Handeln zum Schutz der Biotope bedrohter Arten, zum Schutz der Arten selbst, etwa durch nachhaltige Fischerei. Bienenschutz wird ebenso erläutert – für entsprechende Spenden an die Artenschutzstiftung gibt es auch kleine Gläschen mit Honig von den zooeigenen Bienen.

Flora und Fauna schützen

Unter den Teilnehmern, die sich am Artenschutztag mit einem Stand präsentieren, sind langjährige Förderer wie die Zoofreunde Karlsruhe, die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins, das Liegenschaftsamt oder der enge Partner des Zoos, die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK). Dort wird über den Klimawandel informiert.

Die Zoofreunde zeigen auf, wie mit Hilfe von Patenschaften für Tiere und Bäume der Artenschutz gestärkt werden kann. Über nachhaltiges Umgehen mit Müll informiert das Amt für Abfallwirtschaft an einem Stand. Das Gartenbauamt bringt das Thema naturnahe Grünflächen als Stätten hoher Biodiversität näher. Artenkenntnis und Artenschutz im Wald rund um Karlsruhe wird vom Forstamt und der Waldpädagogik präsentiert. Das Umweltamt stellt die geschützte Flora und Fauna in den Mittelpunkt. Der Jägerverein gibt Einblicke in die heimische Natur. Das KIT-Schülerlabor ist ebenso mit einem Stand vertreten wie der Amphibienschutz in Untergrombach und Grötzingen. Auch mit dabei sind die Karlsruher Hobby-Imker, eine Ausstellung von Heidi Lots über die Vögel Südamerikas, das Botanische Institut am KIT, der Wildtierbeauftragte der Stadt Karlsruhe, das Naturschutzzentrum Rappenwörth sowie das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Für die jungen Besucher ist eine besondere Aktion geplant. Es gibt direkt an den Kassen kostenlose Sammelhefte, an den einzelnen Ständen bekommen die Kinder die zugehörigen Klebebilder. Spielerisch können die Kinder so die Stände des Artenschutztags entdecken. „Die Wissensvermittlung und das aktive Management zum Thema Artenschutz können an diesem Tag von uns und unseren Partnern während eines Zoobesuchs gezeigt werden“, berichtet Becker. Die Veranstaltung ist neben dem üblichen Zooeintritt für die Besucher kostenfrei. zg