Bruhrainer Zeitung

Feuerwehr Zwei Tage Festbetrieb mit Vorführungen, Bar und gemütlichem Beisammensein

Feiern statt Löschen

Archivartikel

Waghäusel.Einen festen Platz im Waghäuseler Veranstaltungskalender hat das traditionelle Fest der Feuerwehr in der Schönbornstraße. „Das Feuerwehrfest ist eines der Highlight für die Bevölkerung und wird immer sehr gut angenommen“, freute sich Abteilungskommandant Carsten Schmitteckert. Bei hochsommerlichen Temperaturen bot der gemütliche Garten am Feuerwehrhaus genügend schattige Plätze zum Verweilen. „Wir nutzen den Garten selbst auch sehr gerne, wenn wir uns nach einem Einsatz austauschen oder manchmal auch schwierige Erlebnisse gemeinsam aufarbeiten wollen“, erklärte Schmitteckert. Am Samstagabend verwandelte sich der Garten aber in die wahrscheinlich heißeste Feuerwehrbar des Landes, an der bei guter Stimmung bis spät in die Nacht gefeiert wurde.

Der Frühschoppen am Sonntagmorgen begleitete der Waghäuseler Musikantenkreis mit Blasmusik, bevor um die Mittagszeit die Bevölkerung zum Mittagessen eingeladen war. Im Zeichen der Jugend stand der Sonntagnachmittag. Bei einem „Löschangriff“ zeigte die Jugendfeuerwehr ihr Können.

1975 gegründet, zählt die Freiwillige Feuerwehr derzeit 23 Aktive. Über 80 Einsätze wurden 2017 geleistet, darunter hauptsächlich Brandmeldealarme und technische Hilfeleistungen. In der Jugendfeuerwehr treffen sich alle 14 Tage 15 junge Feuerwehrbegeisterte zu Übungen. Nachwuchs heranzuziehen ist eines der Hauptanliegen von Sascha Schneider, dem Leiter der Jugend- und Kinderfeuerwehr: „Es wird immer schwieriger, junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern“, stellte Schneider fest. Daher wurde zu Jahresbeginn für die Sechs- bis Zehnjährigen die Kinderfeuerwehr „Waghäuseler Einsatzhörnchen“ gegründet. Den Namen ihrer Truppe haben sich die Kinder selbst ausgedacht und ihr Maskottchen auf „Felix Fire“ getauft. „Aus eigener Initiative bieten die Jugendliche während des Festes gegen eine Spende Kinderschminken an und backen Waffeln für die Besucher“, freute sich Schneider.

Zusammenhalt und Kameradschaft machen das Vereinsleben aus. „Ohne den Rückhalt der Familie geht es nicht“, ist Abteilungskommandant Carsten Schmitteckert überzeugt. Demnächst nimmt die Abteilung am Wasserballturnier in Waghäusel und beim Feuerwehr-Duathlon beim Landesfeuerwehrtag 2018 in Heidelberg teil. „Solche gemeinschaftlichen Aktivitäten fördern die sportliche Fitness und stärken den Teamgedanken“, ist sich Schmitteckert sicher.

Auch die Pflege der Partnerschaft mit den ungarischen Kameraden in Szigetújfalu hat einen festen Platz im Kalender der Freiwilligen Feuerwehr Waghäusel. Gerade erst wurden bei einem viertägigen Besuch in Ungarn bestehende Kontakte intensiviert und neue geknüpft. 2020 steht turnusgemäß der Gegenbesuch der ungarischen Kameraden in Waghäusel an. js