Bruhrainer Zeitung

Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat trifft sich

Für Frieden voneinander lernen

Archivartikel

Karlsruhe.Die muslimische Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) will sich für den Austausch der Religionen starkmachen. „Kernthema ist, dass wir als Muslime uns für den Frieden einsetzen müssen, zwischen Religionen und in der Gesellschaft“, sagte der Sprecher der Organisation, Asif Malik, am Freitag zu Beginn des dreitägigen Jahrestreffens in Karlsruhe. Daher seien etwa 3000 Gäste eingeladen worden, die nicht Muslime seien, sondern etwa Christen und Juden oder Mitarbeiter integrativer Projekte und Politiker. Voneinander lernen stehe im Vordergrund.

Drängendes Thema sei zudem der wachsende Rechtsradikalismus - „für alle Minderheiten“. Er sei eine Herausforderung für die Gesellschaft, in der immer mehr zugespitzt debattiert werde, sagte Malik. Weiteres Thema sei die Diskussion um die Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland.

40 000 Menschen erwartet

Insgesamt werden bis morgen etwa 40 000 Menschen erwartet. Zum 43. AMJ-Jahrestreffen kommen nach Angaben der Veranstalter Delegierte der Bewegung aus Dutzenden Ländern zusammen.

Die Ahmadyya bezeichnet sich als größte islamische Gemeinde der Welt. Sie sieht sich als liberale, aber wertkonservative, Reformgemeinde und ist in Hamburg und Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Damit hat sie einen vergleichbaren Status wie die christlichen Kirchen. dpa