Bruhrainer Zeitung

Heimatverein Altes Werkzeug bei Umgestaltung gefunden

Funktion noch fraglich

Archivartikel

Waghäusel-Wiesental.1965 er-warb die damals noch selbstständige Gemeinde Wiesental das älteste Fachwerkhaus im Ort, etwa in der Mitte der Unterdorfstraße, und richtete dort ein kleines Heimatmuseum ein. Sukzessive wurde es mit Exponaten bestückt, besonders aus dem Bereich der Haus-, Forst- und Landwirtschaft. Aus der großen Armut der Bewohner erklärt sich die einfache, schmucklose und auch kostengünstige Bauweise. Auf 50 Quadratmetern zusammengepfercht lebten zeitweise sieben Personen. Bald nach seiner Gründung 1981 übernahm der Heimatverein die Verwaltung des Häuschens.

Allmählich wurde die Immobilie aus dem Jahr 1795 zu klein für die vielen Ausstellungsstücke, zumal immer neue hinzukamen. So erfolgte eine Änderung der Konzeption und damit eine Ausstattung als „Heimatstube“ mit Einrichtungsgegenständen aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900.

5000 Exponate gesammelt

Das vierstöckige Heimatmuseum in der Kirchstraße gibt es seit 1989. Damals stattete der Heimatverein das ortsbildprägende Gebäude als neues „Museum im Alten Rathaus“ aus. Zuvor diente es fast 100 Jahre lang als Rathaus. Insgesamt haben die Heimatfreunde so gut 5000 Exponate zusammengetragen, die auf vier Stockwerken zu bewundern sind. Bei der Umgestaltung des Dachgeschosses kam ein Gegenstand zum Vorschein, dessen Funktion niemandem bekannt ist: Das Schmiedeteil wiegt etwa zwei Kilogramm und besteht aus einem ringförmigen Teil mit ungefähr acht Zentimeter Durchmesser. Daran schließt sich ein verzahntes etwa 20 Zentimeter langes Flacheisen an. Der Ring diente vermutlich zur Aufnahme eines Stiels. wr