Bruhrainer Zeitung

Sicherheit Krippenwagen aus Bus und Bahn verbannt

Gefährlich und sperrig

Karlsruhe.In Bussen, Stadt- und Straßenbahnen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) werden keine Kleinkinder in sogenannten Krippenwagen mehr mitgenommen. Die überdimensionierten Wagen, in denen Kitas bis zu sechs kleine Kinder auf Ausflügen transportieren, seien zu sperrig und zu gefährlich – sowohl für die Allerkleinsten selbst als auch für andere Fahrgäste, wie ein KVV-Sprecher am gestrigen Freitag mitteilte. Man habe sich zu der Maßnahme entschlossen, weil Beschwerden zugenommen hätten.

Vor einem Monat seien daraufhin in Abstimmung mit der Stadt Karlsruhe die Kindergärten und -tagesstätten informiert worden. Krippenwagen könnten umkippen und seien so sperrig, dass sie das Ein- und Aussteigen anderer erschwerten oder gar unmöglich machten.

Transparenz erwünscht

Die Kult-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat hatte zuvor in einem Schreiben die Entscheidung kritisiert. Man hätte sich ein transparenteres Vorgehen gewünscht. Zudem sei kein Vorfall mit einem Krippenwagen in Bus oder Bahn bekannt. „Wir würden gerne alle mit allem, was sie dabeihaben, mitnehmen“, sagte der KVV-Sprecher. Es gebe im öffentlichen Nahverkehr aber generell ein Platzproblem. Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Menschen mit Rollator müssten sicher transportiert werden. „Wir müssen die Interessen der Beteiligten gegeneinander abwägen.“ Trotz mancher Kritik hätten viele der Kitas verständnisvoll reagiert. Normale Kinderwagen seien weiter erlaubt. dpa