Bruhrainer Zeitung

Gemeinderat Bürger und Investor bald an einem Tisch

Gespräch gewünscht

Archivartikel

Waghäusel.Bei einem Thema haben die Gemüter der Stadträte und auch die der Zuschauer im Gemeinderat bei der gestrigen Sitzung etwas gekocht: obwohl sich letztendlich dann doch alle einig waren. Für einen Teil des Bebauungsplans „Unterzellchen“ will ein privater Investor Gebäude für Betreutes Wohnen, Wohnungen für Familien und soziale Einrichtungen ermöglichen.

Die Bewohner unter anderem des Unteren Hagwegs sind gegen diesen Plan. Aus diesem Grund hat sich eine Interessengemeinschaft „Unterer Hagweg“ gebildet. Sie befürchten, eine noch schlechtere Verkehrssituation und weniger Parkplätze. Außerdem würde der geplante überdimensionierte Flachdachbau die Werte der Grundstücke mindern. Und auch die Lebensqualität der Anwohner wäre deutlich eingeschränkt, weil die Erholung in den Gärten mit so hohen Gebäuden in der Nachbarschaft verlorenginge.

Oberbürgermeister Walter Heiler schlug deshalb vor: „Wir wollen, dass sich städtebaulich etwas entwickelt. Deshalb sollen sich Vertreter der Interessengemeinschaft und der Investor doch erstmal zusammensetzen und sich aussprechen.“

Viele Stadträte dagegen

Den Planungen des Investors, die den Stadträten in den Sitzungsunterlagen vorlag, stimmte keine Fraktion zu. Weil diese aber so detailliert bereits in der Sachdarstellung aufgeführt war, wurde dann über die Beschlussvorlage am gestrigen Abend diskutiert.

Für Uli Roß (CDU) müsse sich „auf jeden Fall die Geschosszahl reduzieren“. Außerdem sehen auch viele der Stadträte den gestörten Verkehrsfluss als Problem. Lutz Schöffel (SPD) regte außerdem an: „Die Verwaltung könnte dabei dann auch mögliche Förderprogramme des Bundes prüfen“. Oberbürgermeister Heiler änderte den Beschlussvorschlag dann wie folgt ab: „Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, dass sie die Vertreter der Interessengemeinschaft und den Investor bitten, sich zusammensetzen“. Diesen Vorschlag lehnten lediglich drei Stadträte ab.