Bruhrainer Zeitung

Wirtschaftserie Heidelberger Sand und und Kies

In diesem tiefen Grund gibt es viel zu holen

Waghäusel.Es sind nur 30 Meter Tiefe. Aber dann schaufeln die Teilebis auf den Grund dieses Baggersees. Holen raus, was an Werkstoff gefragt ist. Sand und Kies wird gefördert. Viel Baumaterial kommt so zusammen. Grundmaterial für alles.

„Wir sieben und bereiten hier das Material auf“, sagt Martin Zimmerer. Er ist der Werksleieiter, von der Heidelberger Sand und Kies in Waghäusel, einem Tochteruntennehmen der Heidelberger Mutter. Das ist ein Weltkonzern. Gleich neben dem Kieswerk in Waghäusel sitzt ein Spezialist für Betonarbeiten. Für die wird das Material aus der Erde geholt. Aber nicht nur für dieses Unternehmen.

„Wir verarbeiten hier im Schnitt eine Menge von 2,5 Tonnen“, sagt er. Regional reicht die Reichweite bis 40 Kilometer im Umfeld der Stadt, schätzt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Sand und kleine Steine

Zimmerer ist seit 1991 im Betrieb. Der 51-jährige kennt sein Metier. Zu neunt stemmen sie die Arbeiten. Davon sind nur sechs Kollegen tatsächlich im Betrieb tätig. „Drei Damen sitzen an der Kasse“, sagt er. Fährt man durch das Gelände fallen einem Berge auf. Sand und kleine Steine. Hügelhoch. „Da sind zum einen die zwei bis acht Zentimter großen“, erläutert Zimmerer. „Wir haben aber auch Kies von 16 bis 31 Zentimeter Größe“. Was den Sand anbelangt gibt es Größen von 01 bis 02.

Letzters ist dann so genannter Betonsand. Das so gewonnene Material wird dann auf dem Werksgelände über eine Strecke von rund 1500 Meter transportiert. Auf dem Laufband. Stück für Stück geht es auf Rollen vorwärts.

Ausbildung zahlt sich aus

Nicki Bayerele erläutert das Ausbildungskonzept. „Wir bilden hier und in den anderen Werken Aufbereitungsmechaniker und Mechantroniker aus“, sagt er. Von sechs Ausgebildeten wurden in diesem Jahr vier übernommen. Ein Ausbildungsmechaniker habe in seinen Kenntnissen ein sehr breites Portfolio, will meinen: Kenntnisse. „Wir brauchen Fachkräfte“, sagt er weiter. Vier von den jüngst ausgebildeten jungen Menschen wurden daher auch übernommen.

Das Unternehmen bietet privaten Kunden auch spezielle Lösungen für ihre Bauvorhaben an. Und: An dem Baggersee darf man nicht baden. Das wäre auch zu gefährlich. Aber die Angler schmeißen ihre Ruten dort aus. Es gibt einige Plätze. Schön gelegen sind die jedenfalls.