Bruhrainer Zeitung

Interkulturelle Kurzfilmnacht Produktionen zeigen Integration und Flüchtlinge aus einer anderen Perspektive / Wertedebatte und kontroverse Positionen in der Politik

In wenigen Minuten zum Dialog anregen

Karlsruhe.Viele Filmemacher beschäftigen sich mit interkulturellen Themen, sei es die Integration von Flüchtlingen, der aktuellen Wertedebatte oder den vielfältigen, oftmals sehr kontroversen Positionen der Politik. Das schreibt das Filmboard Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Das 90-minütige Programm zeigt am Dienstag, 23. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Kaiserallee 12, eine Kurzfilmauswahl, die sich diesem Thema annähern, zum Nachdenken anregen und so einen wichtigen Teil zum Dialog zwischen den Kulturen beitragen. Der Eintritt ist frei.

Folgende Filme werden ausgestrahlt:

You can’t kill my dreams: Deutschland 2018, Länge: 20 Minuten, Regie: Saham El-Gaban. Man hört nie auf zu träumen, besonders nicht, wenn man weit weg von zuhause ist. Als Ahmad, ein ehrgeiziger junger Mann, die Sängerin und Gitarristin Lilia trifft, beschließen die beiden, mit Hilfe von Freunden eine Musikband zu gründen. Ahmad kämpft mit rechtlichen Problemen als Kriegsflüchtling in Deutschland. Seine Freunde beschließen, die Initiative zu ergreifen und seine Geschichte zu dokumentieren, um ihrem Freund zu helfen.

Flüchtlingslyrik: Deutschland 2016, Länge: 4 Minuten, Regie: Dave Lojek. Der aus dem IS-Krieg und Genozid geflüchtete irakische Poet und Schauspieler Zeravan Khalil reist mit seiner Hündin durch eine Alpenschlucht. Als er sich an die Gräuel erinnert, schreibt er ein Gedicht.

Final Letter: Ägypten/Frankreich, Länge: 17 Minuten, Regie: Orwa Alahmad, arabisch, englische Untertitel. Ein Kurzfilm über die wahre Geschichte eines syrischen Flüchtlings, der beim Versuch, Frankreich zu erreichen, im Meer ertrank.

Larvenspiel: Österreich, Länge: 13 Minuten, deutsch, englische Untertitel, Regie: Sandra Lanzl, Tamara König. Herr Klausmann schaut Fremden und Clowns im Park zu. Nachdem er wieder zuhause ist, stellt er fest, dass sein Portemonnaie verschwunden ist. Er eilt zurück in den Park, denn er verdächtigt die Fremden, dass sie die Diebe sind. Als er die Leute im Park zur Rede stellt, erlebt er eine Überraschung.

Rumeiern: Deutschland 2016, Länge: 5 Minuten, Regie: Dave Lojek, Hasan Ramo. Syrer müssen als Flüchtlinge in Deutschland mit einer neuen Sprache zurechtkommen und bauen sich mithilfe von Eiern Eselsbrücken zur Verständigung.

Zu Hause in Deutschland: Die Leitkultur Weimar – Deutschland 2017, Länge: 18 Minuten, deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Rebecca Stöhr. Der Journalist Karlo Krasniqui recherchiert, worum es sich bei der „Leitkultur Weimar” handelt. Er trifft Mitglieder der rechten „Identitären Bewegung” in der thüringischen Provinz. Felix Völk führt die Gruppe an, Henriette Ehrenstein hat ein dunkles Geheimnis und Maik Müller kämpft um Respekt in der Gruppe. Sie planen eine politische Aktion in Weimar, mit der sie zeigen wollen, was ihrer Meinung nach falsch in Deutschland läuft.

Fremde: Deutschland 2017, Länge: 15 Minuten, Regie: Jonathan Behr. Der Film handelt von zwei Schwestern, die in Deutschland leben und dort zur Schule gehen. Sie sprechen perfekt Deutsch und scheinen sich schon integriert zu haben. Sie haben ein Zuhause, ein soziales Umfeld und fühlen sich in Deutschland wohl. Allerdings haben die beiden Angst davor, nachts abgeholt und in ein völlig fremdes Land gebracht zu werden. Vor allem die jüngere Schwester Farah ist geplagt von schlimmen Alpträumen und Angstzuständen. Eines Nachts wird der Alptraum Realität. zg