Bruhrainer Zeitung

Kloster Maulbronn Schon in der Antike wurden Vogeleier bemalt

Inspirationen zum Osterfest

Maulbronn.Der erste Frühjahrsbesuch im Weltkulturerbe Kloster Maulbronn lohnt sich: Beim traditionellen Ostereiermarkt am Wochenende vom 24. und 25. Februar im Fruchtkasten sind mehr als 5000 Exponate zu sehen. Vom winzigen Wachtelei bis zum großen Straußen-ei: Über 50 Aussteller aus Deutschland, Ungarn, Rumänien, Russland und der Schweiz präsentieren fantasievoll gestaltete Eier in allen Farben und Größen, Osterdekoration, Gebäck und vieles mehr.

Feine Pinsel, heißes Wachs, spitze Bohrer und andere Hilfsmittel waren im Einsatz, um die zerbrechlichen Kunstwerke fantasievoll zu verzieren. Bemalte Eier kamen nicht erst mit dem Christentum auf. Schon im Ägypten der Pharaonen und in der griechischen Antike galten Eier als Symbole des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurden dekoriert. Ostereier wurden ab dem 12. Jahrhundert in West- und Mitteleuropa gefärbt und verschenkt – also seit der Zeit, in der Kloster Maulbronn gegründet wurde.

Aus Rumänien kommen gebatikte Eier. In Russland werden Holzeier wie Ikonen bemalt. Aus Polen und Tschechien stammt die Kratztechnik, während man in Ungarn Eier mit Metall verziert. Kinder bis 14 Jahren zahlen keinen Eintritt. zg