Bruhrainer Zeitung

Das Fest „Simple Minds“ zum Abschluss auf der großen Bühne / Hip Hop, Reggae und Instrumental Rock auf Nebenschauplatz / Hauptact noch geheim

Internet ebnet Weg für „Lucky Chops“

Karlsruhe.Die ersten Acts, die die Vorfreude auf „Das Fest“ steigern, sind bekannt. Das Line-Up auf der Hauptbühne, bei Süddeutschlands größtem Familienfestival von Freitag, 20. Juli, bis Sonntag, 22. Juli, in der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage, ist fast komplett – der Samstag-Hauptact bleibt aber noch streng geheim, schreiben die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Auch für die Feldbühne, die im Gegensatz zum bereits ausverkauften kostenpflichtigen Hauptbühnenbereich mit freiem Eintritt versehen ist, gibt es schon Bekanntgaben.

Im vergangenen Jahr sorgte das fünfköpfige New Yorker Blasorchester „Lucky Chops“ für Aufsehen. Sie verbinden auf der Bühne mühelos die Energie einer Rockband mit der Tanzbarkeit eines Electronic-Dance-Music-DJs. Ein Tourist aus Südafrika, der ein Handy-Video von einer ihrer Performances im Internet postete, veränderte alles: Innerhalb weniger Tage hatten weltweit Millionen Menschen das Video gesehen. Auch deshalb sind die Musiker jetzt in Karlsruhe mit dabei. Zuvor heizen „Gurr“ dem „Mount Klotz“ richtig ein. Andreya Casablanca und Laura Lee machen Garagen-Rock auf Pop-Melodien mit Psychedelic- und Wave-Elementen.

Früher waren sie als „Sektor-C“ im Karlsruher Raum bekannt und unterwegs. Nun sind sie unter dem Namen „Airwood“ als russischsprachige Band wieder auf der Bildfläche erschienen und spielen mittlerweile auf zahlreichen internationalen Festivals, so auch im Juli in Karlsruhe. Als Gewinner des New Bands Festivals 2017 kommen „Modeste“, die sich Alternative-Rock und New Prog auf die Fahne geschrieben haben. „Modeste“ interessieren sich für die Welt: Missstände anzusprechen ist ihnen wichtig. Die Dinge, die falsch laufen, werden gerade in Zeiten makelloser Instagram-Selbstdarstellung und nervigem Populismus schnell übertönt.

Den Auftakt am Samstag auf der Hauptbühne macht das „electric bush project“. Schwebende Gitarrenklänge, analoge Synthesizer, Drum’n’Bass, treibende Beats und tragende Gesangsmelodien werden den „Mount Klotz“, wie die Erhebung in der Günther-Klotz-Anlage auch genannt wird, in die Welt des „electric bush projects“ entführen.

Nachdem der Vormittag auf der Hauptbühne Vivaldi und der Klassik sowie dem ausführlichen „Das Fest“-Frühstück gewidmet ist, geht der letzte Festival-Tag um 15 Uhr mit der bereits bekannten Jazz-Formation „Ibrahim Electric“ weiter.

Alles in Bewegung

Bei der Band „Tonbandgerät“ ist immer alles in Bewegung – auch am Konzertsonntag um 16.20 Uhr. Zur Band gehören die Hamburger Schwestern Isa und Sophia Poppensieker, Ole Specht und sein Schulfreund Jakob Sudau machen die Combo komplett. Im vergangenen Jahr wurden die Musiker von „Bukahara“ noch auf der Cafébühne gefeiert, nun entert dieses Juwel in der deutschen Musiklandschaft die Hauptbühne.

Auf der Feldbühne, für deren Programm sich der Stadtjugendausschuss Karlsruhe verantwortlich zeichnet, kann bei freiem Eintritt gefeiert werden. Am Freitag, 21.15 Uhr, ist dort beispielsweise „Dälak“ zu sehen. Bekannt sind die Amerikaner für ihren relativ düsteren, experimentellen Hip-Hop.

Instrumental-Rock vom Feinsten geben am Samstag, 20.15 Uhr, „Long Distance Calling“ zum Besten. Das Quintett aus Münster vereint in ihrer Musik Elemente von Hardrock, Progmetal, Postrock, Proto-Elektro, Kraut und progressivem Rock.

Weit über die Reggae-Szene hinaus hat sich der gebürtige Heidelberger Künstler Miwata, der am Samstag um 22.30 Uhr auf der Feldbühne steht, einen Namen gemacht. Mit seinem Kollegen Kaas von den „Orsons“ war er Anfang 2016 auf Jamaika, wo unter anderem das Video zu der international erfolgreichen Single „Daylight“ entstand.

Angebote für Kinder

Im Kinder- und Kulturbereich mit Kultur-, Feld- und DJ-Bühne sowie im Sportpark gibt es ein breites kulturelles Programm für Kinder, über europäisch geförderten Musiknachwuchs bis hin zu weltbekannten DJs ist vieles dabei. Für gute Laune soll bereits das „Vor-Fest“ ab Freitag, 13. Juli, sorgen. Auf der Cafébühne sind dann allabendlich regionale und überregionale Musikgrößen zu erleben – bei freiem Eintritt. Einzelheiten zum Programm sollen Ende Juni bekanntgegeben werden. zg