Bruhrainer Zeitung

Arbeiterwohlfahrt Polizist Karl Nees empfiehlt den Teilnehmern Auffrischungsstunden / Ex-Bürgermeister Jürgen Schmidt animiert mit Gitarre zum Mitsingen

Kommissar gibt Senioren Tipps für eine achtsame Fahrweise

Archivartikel

Philippsburg.Der Schülerhort der Philippsburger Arbeiterwohlfahrt (AWO) verbindet vortrefflich die Generationen. In dem geräumigen Gebäude begegnen sich Kinder und Senioren, Jugendliche und Familien finden sich ein. Der regelmäßig durchgeführte Ü60-Treff mit Kaffee und Kuchen sowie einem Abendessen ist für die älteren Menschen eine lehrreiche, unterhaltsame und gesellige Veranstaltung. Begrüßt wurden die zahlreichen Besucher von Christiane Notheisen, während Philippsburgs ehemaliger Bürgermeister Jürgen Schmidt mit Gitarre und sonorer Stimme zum Mitsingen animierte.

Im Mittelpunkt des jüngsten Seniorentreffens stand ein kurzweiliger Vortrag von Polizeioberkommissar Karl Nees (Bild) zum Thema „Senioren im Straßenverkehr“. Unterstützung bekam er durch Hanno Bohn von der gleichnamigen Fahrschule. Er gab praktische Tipps und empfahl bei Bedarf Auffrischungsstunden für Senioren. Karl Nees hat eine begeisterte Art auf die Menschen zuzugehen und durch provokante Fragen ihre Diskussionsfreudigkeit herauszufordern.

Beamter zeigt Bild-Beispiele

Dabei orientierte sich der Polizeibeamte, der seit über 30 Jahren in der Verkehrsprävention tätig ist, an seniorenspezifischen Alltäglichkeiten und ging ganz bewusst auf die Fragen und Wünsche der Anwesenden ein. Nicht bekannt war vielen, dass im Kreisverkehr nicht grundsätzlich die „Rechts-vor-links-Regel“ aufgehoben ist. „Wenn an der Einfahrt zum Kreisel kein Vorfahrt-achten-Schild vorhanden ist, hat der Einfahrende Vorfahrt“, bestätigte Nees. „Vorfahrt ist allerdings nur eine Regelung und kein Recht“, sagte Hanno Bohn, der darüber berichtete, dass eine erzwungene Vorfahrt bei einem Unfall eine Teilschuld nach sich ziehen kann.

Anhand verschiedener Bild-Beispiele wurde deutlich, dass die Verkehrsteilnehmer auch bei einer abbiegenden Vorfahrt blinken müssen. „Die fehlende oder mangelhafte Fahrradbeleuchtung ist schon seit Jahrzehnten ein Dauerthema. Ebenso das Zuparken der Gehwege“, kritisierte Karl Nees. Dabei dachte er insbesondere an Rollstuhlfahrer und Fußgänger mit Rollator. Der Polizeioberkommissar erinnerte auch an das Fahren unter Medikamenteneinfluss und forderte gerade für ältere Menschen einen besseren Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Der Beifall am Ende der Veranstaltung ist als Einladung für einen weiteren Vortrag zu werten, wobei er als Thema den Umgang mit einem Rollator im Straßenverkehr vorschlug. Jürgen Schmidt nahm es mit Interesse wahr. klu/ (Bild: Klumpp)