Bruhrainer Zeitung

„Dach gesucht“ Im Pavillon auf Wohnungsnot hinweisen

Kontaktbörsehilft bei Zimmersuche

Karslruhe.Egal ob WG-Zimmer, eigene Wohnung oder ein Platz im Wohnheim: Jedes Jahr im Herbst ziehen tausende junge Menschen zum Start ihrer Ausbildung in die Wissenschaftsstadt und sie alle benötigen ein Dach über dem Kopf. Unterstützung bei der Wohnungssuche erhalten sie seit mehreren Jahren durch die Wohnraumkampagne „Dach gesucht!“ des Wissenschaftsbüros der Stadt Karlsruhe und des Studierendenwerks, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt.

Die insgesamt 4400 Plätze in Karlsruher Wohnheimen können die Flut an Studierenden – im Sommersemester waren es 39 000 – nur in Teilen auffangen. Auch die Privatzimmervermittlung des Studierendenwerks, die im Jahr noch zusätzlich etwa 3000 Privatzimmer vermittelt, kommt zu Stoßzeiten schnell an ihre Grenzen. Seit 2012 macht die Wohnraumkampagne mit auffallenden und ausgefallenen Aktionen im öffentlichen Raum auf diese Wohnraumsituation aufmerksam und animiert Wohnungsbesitzer, ungenutzte Räume an Studierende und junge Menschen in Ausbildung zu vermieten.

Mit dem „Dach gesucht“-Pavillon tritt die Wohnraumkampagne ab Freitag, 14. September, für zwei Wochen am Kirchplatz St. Stephan auf. Neben der Funktion als Kontaktbörse, bei der Vermieter mit Wohnungssuchenden zusammenkommen, erhalten Studierende und Auszubildende die tagesaktuellen Wohnungsangebote, können sich bei verschiedenen Thementagen informieren und durch gemeinsame Aktivitäten die Stadt kennenlernen. Die Öffnungszeiten des „Dach gesucht“-Pavillons sind Montag bis Samstag von 12 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr.

Ein deutlicher Appell seien die vielen Meldungen bei der Hotline des Studierendenwerks zur Zimmervermittlung, Telefon 0721/6909192, dem Problem der Wohnungsnot gemeinsam zu begegnen und freien Wohnraum, seien es leerstehende Kinderzimmer, ungenutzte Arbeitszimmer oder Privatimmobilien, an Studierende und Auszubildende zur Vermietung anzubieten. Potenzielle Vermieter können Wohnungsangebote telefonisch aufgeben oder sich direkt am Kirchplatz St. Stephan melden.

Hilfe leisten und Miete sparen

Auch die Teilnahme an alternativen Wohnformen, wie die Aktion „Wohnen für Hilfe“ der Paritätischen Sozialdienste, wird angeregt. Hier gehen Wohnungssuchende Partnerschaften mit Menschen ein, die Hilfe im Alltag brauchen. Anstelle einer Mietzahlung wird mal eingekauft, mal auf die Kinder aufgepasst, oder sich einfach Gesellschaft geleistet. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und feiert dieses Jahr ihr Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen, wie es in der Mitteilung abschließend heißt.

Info: Weitere Informationen zur Kampagne und den Aktionen auf dem Kirchplatz unter dachgesucht.de und bei Facebook unter facebook.com/dachgesucht.