Bruhrainer Zeitung

Welt-Ei-Tag Am Freitag ist ein ganzer Tag dem Ei gewidmet / Zeit die Frage zu klären, welche Hühner braune und welche weiße Eier legen

Legen braune Hühner auch braune Eier?

Oberhausen-Rheinhausen.In die Reihe der kuriosen Feiertage reiht sich am Freitag auch der "Welt-Ei-Tag". Doch so abwegig, dem Ei einen eigenen Tag zu schenken, ist der Gedanke gar nicht. Denn laut verschiedener Studien und Erfassungen steigt der Eierkonsum der Deutschen von Jahr zu Jahr. Rund 240 Eier isst jeder Deutsche pro Jahr. Hierzu zählen nicht nur die Eier, die der Konsument in Form gekochter Eier oder als Spiegelei zu sich nimmt, sondern auch die Eier, die in Kuchen, Nudeln oder anderen Verarbeitungsprodukten zu finden sind. Tatsächlich sind Eier in zahlreichen Lebensmitteln zu finden.

Und auch die Zahl der produzierten Eier steigt in Deutschland. In Betrieben mit mehr als 3000 Legehennenplätzen wurden 2016 rund 12 Milliarden Eier produziert. Eine Steigerung von 1,5 Prozent zum Vorjahr. Die meisten Eier kommen in Deutschland aus der Bodenhaltung.

Welche Frage nicht nur Direktvermarkter immer wieder beantworten müssen, ist die nach der Farbe der Eier. Legen weiße Hühner auch nur weiße Eier? Und wie ist das mit den braunen Hühnern? Dabei hat die Farbe des Huhns nichts mit der Farbe des Eis zu tun.

Und was ist mit der Schalenfarbe?

Ein Indiz für die zu erwartende Farbe der Eierschalen sind vielmehr die Ohrenscheiben eines Huhns. Das unbefiederte Hautstück ist am Hühnerkopf hinter dem Gehörgang zu finden. Sind diese Ohrscheiben weiß, kann der Hühnerhalter mit weißen Eiern rechnen. Sind die Ohrscheiben des Tieres rot, legt es höchstwahrscheinlich braune Eier. Zwischen Ohrscheiben-Farbe und Schalenfarbe besteht also ein Zusammenhang.

Letztendlich verantwortlich ist die Schalendrüse für die Schalenfarbe. Die Schalendrüse sitzt im Legedarm des Huhns und bildet Farbpigmente - oder eben nicht. Ohne Farbpigmente gibt es weiße Eier, mit Farbpigmenten braune. Für die "Nichtbildung" von Farbstoffen ist ein Gen verantwortlich. Das heißt, die Schalenfarbe ist auch abhängig von der jeweiligen Hühnerrasse. Zwischen den braunen und den weißen Eiern gibt es übrigens keine Geschmacks- oder Qualitätsunterschiede. Sie unterscheiden sich tatsächlich einzig und alleine aufgrund der Schalenfarbe. Und trotzdem bevorzugen viele Verbraucher die braunen Eier. Viele Menschen verbinden mit der braunen Schalenfarbe eine artgerechtere Tierhaltung.

Jeden Tag ein Ei

Hühner haben übrigens einen angeborenen Legetrieb, der durch Hormone gesteuert wird. Um Eier zu legen, brauchen Hühner auch keinen Hahn, denn dieser ist nur für eine Befruchtung zwingend erforderlich. Sprich: Kein Hahn, keine Küken.

Ein Huhn legt so etwa 300 Eier im Jahr - bis auf die Zeit der Mauser also fast jeden Tag ein Ei. Auf Legeleistung gezüchtete Hennen kommen sogar auf 320 Eier pro Jahr. In Baden-Württemberg gibt es laut dem Statistischen Landesamt 167 landwirtschaftliche Betriebe mit Legehennenhaltung. Als im Frühjahr plötzlich der Begriff "Fipronil" auftauchte, hat sich das Einkaufsverhalten der Deutschen verändert. Viele Millionen Eier wurden wegen der Verunreinigung zurückgerufen. Verbraucher wurden vorsichtiger und der Absatz direkt bei den landwirtschaftlichen Erzeugern stieg rasant. Direktvermarkter berichteten, dass sie nicht selten ausverkauft waren.

Eier überzeugen durch ihre Inhaltsstoffe. Das Eier-Eiweiß hat die höchste biologische Wertigkeit, die ein natürliches Nahrungsmittel besitzen kann, und wird daher besonders gut zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß genutzt. Außerdem ist Eiweiß der Nährstoff, der am besten sättigt. Eier liefern aber auch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und weitere wichtige Inhaltsstoffe, die sie besonders wertvoll für die menschliche Ernährung machen. So enthalten Eier die fettlöslichen Vitamine A, D und E in bedeutenden Mengen sowie die wasserlöslichen Vitamine des B-Komplexes B2, B6 und B12.