Bruhrainer Zeitung

3. Fußballliga Karlsruher SC klettert nach Auswärtsdreier auf den sechsten Tabellenplatz / Trotz einiger Chancen schafft Fortuna Köln den Ausgleich nicht

Muslijas Traumtor beschert ersten Sieg

Köln.Die ersten drei Punkte waren das Ziel des Karlsruher SC bei Fortuna Köln. Am gestrigen Dienstagabend hatte der KSC die Fußballpartie dank des Traumtores von Florent Muslija mit 1:0 (0:0) gewonnen und den ersten Dreier in der aktuellen Drittligasaison geholt. Beim letzten Aufeinandertreffen erhielt der KSC eine 0:4-Klatsche. Genau das wollte die Karlsruher gestern verhindern und stattdessen die Rechnung dafür begleichen. Die Revanche sollte her.

Die Karlsruher starteten mit einer veränderten Position auf dem Feld. Marc Lorenz hatte gegen Köln seinen Startelfplatz bekommen, Saliou Sané nahm dagegen zunächst auf der Bank Platz.

Anton Fink, der das Ausgleichstor gegen den FSV Zwickau geschossen hatte, saß lediglich auf der Bank. Als Joker sollte der KSC-Stürmer wieder agieren. In der gegnerischen Mannschaft stand mit Sebastian Schiek ein alter Bekannter der Karlsruher. Er wollte die KSC-Tore unbedingt verhindern, was auch lange gelang.

Fast das Gegentor

Die Badener waren offensiv gestartet und sorgten für eine gefährlichere Aktion vor dem Tor der Kölner, die sehr tief standen und den KSC kommen ließen. Mit Nadelstichen wollte sich Köln den Sieg holen. Schiek (6.) schaffte es bald, den Ball gegen Rossbach zu verteidigen und aufs Tor zu schießen, KSC-Schlussmann Uphoff war aber zur Stelle. In der 14. Minute hätte er keine Chance gehabt. Maik Kegel setzte sich durch und kam von einer guten Position zum Schuss. Das Leder flog nur knapp am Pfosten vorbei. Während der KSC nicht wirklich gefährlich wurde, fasste Hartmann sich ein Herz, legte zu Yeboah (25.), der aber keine richtige Schussmöglichkeit bekam.

Beim KSC fehlte es noch an der Genauigkeit vor dem Tor. Wanitzeks Freistoß fand zwar einen Abnehmer, Manuel Stiefler jedoch legte den Ball über das Tor. Martin Rösers Versuch (35.) wurde gefährlicher. Schlussmann Rehnen musste nachfassen, um den Ball zu sichern. Dennoch hatte sich der KSC in der gegnerischen Hälfte festgesetzt, wirkliche Gefahr strahlte der Trupp von Alois Schwartz jedoch nicht aus.

Die beste Chance der Fortuna sollte jedoch durch einen Standard aus rund 21 Metern kommen. Pisot legte Scheu, es gab Freistoß, den Kegel aber in die Mauer schoss. Schlussmann Uphoff war es in der ersten Minute der Nachspielzeit zu verdanken, dass der KSC nicht mit einem Rückstand in die Pause ging. Er parierte den Schuss von Hartmann glänzend und hielt die Null.

Nach dem Seitenwechsel begann der KSC erneut offensiver und kam zur ersten guten Möglichkeit. Florent Muslija (47.) machte das Spiel schnell und zog ab, Rehnen jedoch war zur Stelle, der geklärte Ball flog vor die Füße von Röser, der sich ebenfalls versuchte. Der Schuss wurde jedoch geklärt. Yeboah (51.) kam dagegen aus zu spitzem Winkel zum Schuss und traf nur das Außennetz. Als Marc Lorenz (55.) an der Strafraumgrenze gelegt wurde, bekamen die Karlsruher eine gute Chance per Standard. Die Mauer fing Muslijas Freistoß jedoch ab. Zu harmlos war dieser.

Genauigkeit fehlt

Hatte der KSC seine Drangphase, kam nun die Möglichkeit für Köln. Nach Scheus Flanke, nahm Yeboah die Kugel direkt an und legte sie aber über das KSC-Tor. Die Genauigkeit fehlte beim KSC weiter. Durch die offensivere Spielweise ergaben sich aber auch mehr Räume für die Fortuna. Den versuchten Kegel und Hartmann (68.) zu nutzen, Uphoff war aber weiter zur Stelle.

Dann fiel das Tor. Muslija (75.) zog im Strafraum ab, der Ball prallte vom Innenpfosten zum 1:0 für den KSC ins Tor ab.

Hartmann (82.) vergab die beste Chance auf den Ausgleich, stand allerdings auch im Abseits. So blieb es beim KSC-Sieg. „Wir sind gut reingekommen, waren aggressiv, haben dann ein bisschen nachgelassen. In der zweiten Halbzeit machen wir Druck auf den Gegner, machen das 1:0 und versuchen weiter Gas zu geben“, freute sich Muslija nach Abpfiff über sein Tor und vor allem über den ersten Sieg des KSC. am