Bruhrainer Zeitung

Brauchtum Sommerfest des Obst- und Gartenbauvereins mit der Tag der offenen Tür lockt Besucher

Natur und Kulinarik genießen

Archivartikel

Oberhausen-Rheinhausen.Da zeigten sich die Besucher einig: Man muss sicherlich weit gehen, um eine solch sehenswerte Anlage zu finden. Stolz auf den Vorzeige-Obstlehrgarten, den es nunmehr seit 35 Jahren gibt, ist der gesamte rührige Obst- und Gartenbauverein Oberhausen. Unter Beteiligung der Bevölkerung und befreundeter Gartenbauvereine aus der Umgebung feierten die Hobbygärtner zwei Tage ein Sommerfest, das zu den größten und beliebtesten Veranstaltungen in der Gemeinde zählt.

Vor 35 Jahren hatte der 1900 gegründete Verein, der die stattliche Anzahl von rund 500 Mitgliedern aufweisen kann, ein Brachgelände von der Gemeinde erhalten. Sodann machten die Mitglieder das Grundstück nutzbar und gestalteten eigenhändig eine schmucke Anlage, die stets mit Hingabe gepflegt wird.

Beim Sommerfest präsentierte der Besitzer den zahlreichen Gästen vor allem den viel gelobten Obstlehrgarten. „Damit möchten wir nicht nur unsere Arbeit vorstellen, sondern auch Anregungen für die Gartengestaltung zu Hause geben“, begründete Vorsitzender Bernhard Kremer die „Werbemaßnahme“.

Im Vordergrund der Aktivitäten des Vereins stehen Ausbau, Pflege und Unterhaltung des Obstlehrgartens. „Mit Schnittmaßnahmen beeinflussen wir die Baumstatik, den Kronenaufbau, die Lebensdauer des Baumes sowie die Erntemenge und die Qualität des Ertrages“, hieß es vor Ort. Pflanzenschutz, Düngung, Bodenbearbeitung und Kompost seien die Grundvoraussetzung für einen optimalen gesunden Pflanzenaufbau.

Rund 130 Obstbäume präsentiert

Der Obstlehrgarten hat eine Größe von 50 Ar, bestückt ist er mit rund 130 Obstbäumen, darunter Sorten wie Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäume. Auch gibt es Beerensträucher wie Himbeeren, Johannisbeeren, Jostabeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren. Zur natürlichen Schädlingsbekämpfung sind 15 Nistkästen aufgehängt.

Die Besucher, die von der Möglichkeit einer Besichtigung reichlich Gebrauch machten – unter ihnen Bürgermeisterstellvertreterin Tatjana Lindemann – bestaunten hauptsächlich die Vielfalt, kommentierten lobend das Engagement der Vereinsmitglieder, fragten Einzelheiten nach und holten sich auch Informationen für den Eigenbedarf. Große Aufmerksamkeit weckte die prachtvolle bunte Blumenanlage im Eingangsbereich.

Das Sommerfest begann mit einem zünftigen Frühschoppen und Weißwurstessen. Für beste Stimmung sorgte die auftrumpfende Musikvereinigung. Geboten wurde auch ein Kinder-Kreativ-Tisch zum Malen und Basteln mitsamt einer reichhaltigen Tombola. Mehrere aufgestellte Zelte spendeten Schatten und schufen ein gemütliches Ambiente.

Am heutigen Montag folgt noch das traditionelle Wellfleischessen für die Besucher. wr