Bruhrainer Zeitung

Adventszeit Ruckzuck in die Kostüme und dann wartet die große Überraschung auf die Kinderschar / Und allen hat es sehr viel Freude bereitet

Nikolaus, Knecht Ruprecht und ein Rentier locken

Kirrlach.125 Schokoladen-Nikoläuse haben darauf gewartet, an die Grundschüler der Schillerschule in Kirrlach verteilt zu werden. Am Ende der Pause gab es nur Gutes. Nun höret.

Die Schüler der ersten bis vierten Klassen im Foyer unter dem Adventskranz, sangen „Lasst uns froh und munter sein“ und lockten so den Nikolaus zusammen mit Knecht Ruprecht aus dem Büro von Schulleiterin Brigitte Kästel.

Unbemerktes nicht Bemerktes

Unbemerkt hatten sich dort Manuel Hoffner und Stefan Mahl in die Kostüme geworfen und traten vor eine gespannte Kinderschar. „Wart Ihr denn auch alle brav, Kinder?“, fragte Manuel Hoffner, versteckt hinter dem weißen Bart.

Ein schallendes und überaus überzeugendes „Ja!“, war die Antwort. Und auch die Frage, ob alle brav ihre Hausaufgaben gemacht hatten und nett zu den Lehrerinnen waren, wurde bejaht und hatte zur Folge, dass Knecht Ruprecht seine Rute ganz umsonst mitgebracht hatte.

Und so durften sich die Grundschüler alle über einen Schokoladen-Nikolaus freuen und bedankten sich mit einem weiteren Nikolaus-Lied. „Und wer war noch ganz brav in diesem Jahr?“, fragte der Nikolaus anschließend. „Bestimmt die Lehrerinnen! Deshalb, liebe Lehrerinnen, kommt zu mir und holt Euch auch einen Nikolaus ab.“ Schulleiterin Brigitte Kästel bedankte sich bei den beiden Besuchern und war begeistert, welche Freude die Schülerinnen und Schüler an der Aktion hatten.

Der Besuch in der Schillerschule war Teil der diesjährigen Nikolausaktion, die der „Freundeskreis Wissädalä Fasänachdä“ (FWF) seit etwa 15 Jahren durchführt.

Jedes Jahr am 6. Dezember verteilen ehrenamtliche Helfer, eingeteilt in „Nikolaus-Teams“, auf Bestellung kleine Geschenke an Familien. „Eltern beauftragen uns vorab und wir überraschen die Kinder dann zu Hause“, berichtet Manuel Hoffner, Vorstand des Freundeskreises.

„Die Nachfrage ist inzwischen so groß, dass wir nicht mehr alle Anfragen bedienen können.“ Ja, das weiß jeder der Kinder hat, allerorts.

Dieses Geld ist gut angelegt

Auch in diesem Jahr starteten elf Teams, bestehend aus einem Nikolaus, Knecht Ruprecht und einem Rentier pünktlich um 16 Uhr zu 60 Anlaufstellen in Waghäusel, Kirrlach, Wiesental sowie Hambrücken, Altlußheim und Neulußheim, um Nikoläuse zu verteilen.

Organisiert wird die Aktion jedes Jahr von Andrea Haas, sie nimmt die Anfragen entgegen, klärt offene Fragen und teilt die Teams ein. „Sie ist die Hautorganisatorin und ist wochenlang beschäftigt“, betont Manuel Hoffner. „Wir nennen sie liebevoll die Nikolauszentrale.

Wenn das Nikolaus-Gespann bei einer Anlaufstelle ankommt, lesen der Nikolaus und Knecht Ruprecht etwas vor - nicht ganz ohne Tipps von den Eltern - das Rentier ist, na klar, der Fahrer des Gespanns.

Was aus einer ganz eigennützigen Idee entstand, ist heute einem sozialen Zweck gewidmet. „Die ersten Male haben wir die Nikolausaktion durchgeführt, um Geld für die Vereinskasse zu verdienen“, berichtet Manuel Hoffner

Gelder die Freude schenken

„Inzwischen spenden wir die Einnahmen aus der Nikolausaktion komplett.“ Die rund 2 000 Euro, die der Freundeskreis Wissädalä Fasänachdä in diesem Jahr mit der Aktion gesammelt hat, geht zur Hälfte an das Kinderhospiz „Sterntaler“. Mit der anderen Hälfte unterstützt der Verein die örtlichen Kindergärten. „Uns ist es wichtig, etwas für einen guten Zweck zu machen“, sagt Manuel Hoffner. „Und deshalb nehmen wir uns die Zeit an Nikolaus.“

Am Wochenende startet der Freundeskreis Wissädalä Fasänachdä die nächste Weihnachtsaktion: Unter dem Motto „Nikolaus, Knecht Ruprecht und der kleine Weihnachtsmarkt“ findet am Samstag, 9. Dezember, zwischen 15 und 22 Uhr der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Wiesental statt. Für weihnachtliche Stimmung sorgt der Kinderchor der Bolandenschule und der FWF-Chor. Gegen 17 Uhr besucht der Nikolaus den Weihnachtsmarkt und bringt kleine Überraschungen mit.