Bruhrainer Zeitung

Kienholzclub Arbeitsintensives Zusammenkommen hat seinen Ursprung vor 70 Jahren

Sie hacken und bündeln

Waghäusel.Mit einer „Schnitzeljagd“ in der Clubhaus-Gaststätte des FV 1912 Wiesental endete in diesem Jahr das traditionsreiche „Hacken und Bündeln“ des Kienholzclubs (KHC). Dort hatte der neue Zwölfer-Gastwirt Ante Cule für beste Stimmung unter den anwesenden Ehrenkienholzfrauen und -männern, den Herzdamen sowie den KHC-Aktivisten gesorgt.

Vorausgegangen war für die 33 Anwesenden ein arbeitsintensives Treffen im Jugendraum des FV-Vereinshauses. „Das Hacken und Bündeln des Kienholzes weist auf die unmittelbar bevorstehenden Fastnachtstage hin“, kündigte Tobias Kolb, der Kommandant des in Waghäusel ältesten Narrenvereins an. Auf Initiative des unvergessenen Hermann Sälzler wurde vor 70 Jahren der Kienholzclub von den aktiven Fußballerspielern des FV Wiesental gegründet.

Fahrradschläuche umfunktioniert

Damals wurden in der waldreichen Gemeinde in mühevoller Arbeit Baumstumpen ausgegraben, das harzhaltige Kienholz in fingerdicke Späne gehackt und mit den aus Fahrradschläuchen geschnittenen Gummiringen zu armdicken Büscheln gebündelt. Diese Tradition hat sich bis heute nicht verändert, wobei die schnell entflammbaren Kienholzspäne an den närrischen Tagen auf Einladung an die Bevölkerung verteilt werden.

Neben dieser Brauchtumspflege ist der Kienholzclub Wiesental zusammen mit dem Freundeskreis der Wissädalä Fasänachdä einer der großen Initiatoren des närrischen Treibens in dem Waghäuseler Stadtteil. Hierzu zählen Veranstaltungen wie die mittlerweile achte Schlumblshow am Samstag, 27. Januar, in der Wagbachhalle und die Große Wiesentaler KHC-Prunksitzung am Samstag, 3. Februar, ebenfalls in der Wagbachhalle. Für einen tollen Abschluss der diesjährigen Kampagne wird der Fastnachtsumzug durch die Wiesentaler Ortsmitte am Dienstag, 13. Februar, sorgen.