Bruhrainer Zeitung

Deutsches Rotes Kreuz Beim Tag der offenen Tür der Ortsgruppe Erste Hilfe geübt und die Einsatzfahrzeuge erklärt

Sina findet Blut spenden cool

Stettfeld.Den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kennenzulernen, seine Aufgaben und Aktivitäten zu sehen und natürlich mit den Mitgliedern zu reden, das war Sinn und Zweck des ersten Tags der offenen Tür, den die DRK-Gruppe um Vorsitzende Hanna Schmitt im alten Rathaus von Stettfeld organisiert hatte.

Computer gestützte Reanimation und Erste Hilfe wurden dabei geübt, Infos über Hausnotruf und Blut spenden gegeben, die Notfallhilfe-Fahrzeuge und ein Krankentransporter (KTW) besichtigt. Es gab ein Quiz, eine Spiel- und Bastelecke für die Kinder sowie die Einsatz-Demonstration bei einem gestellten Verkehrsunfall.

Die Jugendgruppe hatte sich richtig Mühe gegeben und alles mit informativen Plakaten versehen. "Das haben sie wirklich toll gemacht. Ich hab's heute auch zum ersten Mal gesehen", freut sich Hanna Schmitt. Und auch Jugendleiterin Alice Schrag findet, dass sie eine tolle Gruppe um sich hat.

Blut spenden und Leben retten

Etwa 15 Mitglieder zählt die seit zehn Jahren bestehende Jugendgruppe. Und was sie unter Engagement verstehen, merkt man bei Sina Siegele ganz schnell. Sie steht gerade vor den Plakatwänden mit Infos zum Blut spenden. Blut spenden findet sie cool: "Mit einer Spende kann man drei Leben retten - das ist doch toll, oder." Voller Schwung erzählt sie vom Ablauf einer Blutspende-Aktion und zählt die vielen Vorteile auf. "Und außerdem will ja jeder, der es mal braucht, Blut bekommen, also sollte man auch was geben." Sie jedenfalls freut sich schon, wenn sie im nächsten Jahr endlich 18 wird und auch spenden darf.

Rainer Staudt vom Ortsverein Zeutern ist auch vorbeigekommen. Er stellt den Hausnotruf vor, ein System, mit dem Ältere, Kranke oder Alleinstehende schnell und unkompliziert Hilfe anfordern können. Während sich Jana und Peter über den Quizfragen die Köpfe zerbrechen, erklärt Norbert Buhlinger den KTW. Bis zu vier Personen auf einmal können damit transportiert werden. "Sehr bequem ist es allerdings nicht", lacht er und demonstriert die Sicherung eines "Patienten" auf der Liege.

Gemeinsam mit Friedensdorf International kümmert sich das DRK Ubstadt-Weiher um Kinder aus Krisengebieten wie Afghanistan oder Angola. Ärzte und Partner vor Ort organisieren Flüge für Kinder, die in ihrer Heimat nicht behandelt und versorgt werden können. DRKler wie Norbert Buhlinger holen die Kinder dann am Flughafen ab und bringen sie in die Krankenhäuser.

Mit dem alljährlichen Theaterabend, den Blutspende-Aktionen und anderen Spenden finanziert der Ortsverein beispielsweise die vier Nothilfe-Fahrzeuge oder spart aktuell für die Neuanschaffung eines neuen Krankenwagens. "Das sind alles Privatautos, die für die Notfallhilfe fahren, aber voll ausgerüstet", erklärt Buhlinger. Zwei davon haben auch einen Defibrilator - Defi genannt - an Bord. Die rund 20 aktiven Mitglieder des Ortsvereins haben alle Hände voll zu tun oder um es mit Norbert Buhlinger zu sagen: "Das ist keine Aufgabe, das ist eine Lebenseinstellung". mele