Bruhrainer Zeitung

Feuerwehr Im Gemeinderat stimmen alle Fraktionen dem Vorschlag der Verwaltung zu

Stadt zahlt künftig mehr Pauschale für die Wehr

Waghäusel.Die aktiven Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr in Waghäusel bekommen künftig mehr Ausgleichspauschale. Der Satz steigt für die erste Einsatzstunde von drei Euro auf zehn Euro. Die Zustimmung im Gemeinderat fiel am Montag einstimmig aus. Die Fraktionen im Gemeinderat lobten die Verwaltung. Denn die hatte dieses Thema von sich aus angegangen.

Angepasst wurden auch die weiteren Sätze: So gibt es künftig bei Einsätzen von einer bis drei Stunden 15 Euro, bei mehr als drei bis sechs Stunden 30 Euro, bis zu zwölf Stunden 60 und alles was darüber hinaus geht wird den Rettungskräften mit 120 Euro pauschal vergütet. Gleichzeitig wurden auch die Entschädigungen für Funktionsträger angepasst: Die beträgt für den Kommandanten künftig 1200 Euro, der stellvertretende Kommandant erhält 600 Euro, ein Abteilungskommandant 700 Euro und dessen Stellvertreter 400 im Monat. Ebenso wurden die Entschädigungen für weitere Funktionsträger entsprechend auf 300 Euro angeglichen.

Gleichzeitig hat der Gemeinderat in der Sitzung auch andere Teile der Feuerwehrsatzung angepasst: So kann die Stadt künftig statt wie bislang 8,67 Euro 10,08 für ihre Einsätze im Personalaufwand pro einer Stunde abrechnen. Gleiches gilt für Aufwandsentschädigungen. Auch die wurden entsprechend erhöht.

Stadt kann mehr abrechnen

Ebenso steigen die die abzurechnenden Gebühren für den Einsatz der Fahrzeuge. Ein Beispiel: Konnte die Gemeinde früher für eine Beanspruchung eines Löschfahrzeuges 40,90 Euro abrechnen, so sind es jetzt 164 Euro pro Stunde. Sie folgt dabei allerdings noch lange nicht dem, was der Feuerwehrverband sich vorstellt.

Und der Job eines ehrenamtlichen Feuerwehrmannes ist sehr beanspruchend: "Im Schnitt habe ich 100 bis 130 Einsätze im Jahr", sagt Waghäusels Feuerwehrkommandant Roland Oechsler. Aber mindestens 100 Einsätze mit in der Regel einer Stunde Dauer hat jeder der Feuerwehrleute Waghäusels im Schnitt. Hinzu kommen die schweren Einsätze: Unfälle auf der A 5 zwischen Heidelberg und Bruchsal beispielsweise oder Zimmerbrände haben die Wehr im vergangenen Jahr beansprucht, schildert Oechsler weiter.

Waldbrände richtig melden

Und nicht zu vergessen Wald- oder Flächenbrände. "Das sind immer langwierige Einsätze", weiß Kirrlachs Feuerwehrkommandant aus Erfahrung.

Was die Kameraden dann besonders schwitzen lässt: Sie fahren raus in Kluft für völlige Einsatzbereitschaft. Niemand weiß ja, was ist. Meist sind es glücklicherweise kleine Sachen. Aber wenn es im Sommer sehr heiß ist, geht das rasch an die Grenze zur Erschöpfung. Und oft bekommen die Feuerwehrleute nur vage Hinweise: Dann heißt es den Brandherd erst einmal suchen. "Wir bekommen oft über das Telefon nur eine Meldung auf einen Brandherd im Wald. Wo das dann aber ist, müssen wir oft erst herausfinden."

Für die Mitglieder des Gemeinderats war es deshalb kein Thema, die Anpassung vorzunehmen. Dies hoben alle Fraktionssprecher hervor.