Bruhrainer Zeitung

Sanierung Maler stellen Farbkonzept wieder her / Baumwurzeln in Leitungsbereich hineingewachsen

Trinkwasser aus dem Brunnen

Karlsruhe.Es plätschert wieder im Waldstadtzentrum: Nach zwei Jahren Sanierung sprudelt und leuchtet der Kauz-Brunnen wieder mit frischem Anstrich, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Der 1996 vom Waldstadt-Künstler Emil Wachter gestaltete Betonbrunnen musste vor allem technisch überholt werden. Zudem waren Baumwurzeln in den Leitungsbereich hineingewachsen, die den Ablauf des Frischwasserbrunnens verstopften.

Auszubildende der Maler- und Lackiererinnung Mittelbaden/Nord stellten das von Wachter festgelegte Farbkonzept wieder her, angeleitet von Obermeister Thomas Lambrix. Dieser kannte die Anweisungen Wachters noch von der Zusammenarbeit im Jahr 2005. Die vier Farbtöne – Blau, Rot, Schwarz und Weiß – sind aus mineralischen Produkten hergestellt und absichtlich nicht deckend aufgetragen – ganz nach der Philosophie des 2012 verstorbenen Künstlers.

Figuren aus der Mythologie

Wachter, der seinen Schwerpunkt auf Malerei und Glasfenstern hatte, gestaltete seine Werke gerne mit Figuren aus der Mythologie. Auf dem Kauzbrunnen thront nicht nur das Wappentier der Waldstadt, ein Kauz, sondern unter anderem ein Fuchs, ein Hase sowie ein Pferd mit Reiter. Für die Sanierung investierte die Stadt 45 000 Euro.

Eine Besonderheit des Brunnens ist auch, dass er Trinkwasser sprudelt. Der Kauzbrunnen sucht übrigens einen Brunnenpaten, der ihn im Blick hat und Schäden dem Gartenbauamt meldet. Interessierte können sich per E-Mail an gba@karlsruhe.de oder telefonisch unter 0721/1 33 67 50 melden. zg