Bruhrainer Zeitung

Freizeit Beim Vogelpark Kirrlach stehen grundlegende Erneuerungen an / Seit Jahrzehnten Anziehungspunkt für junge und ältere Besucher

Trotz hoher Kosten bleibt die Oase erhalten

Archivartikel

Waghäusel.Erhebliche Investitionen sind nötig, schätzungsweise um die 50 000 Euro. Damit soll in nächster Zeit der Vogelpark Kirrlach wieder auf Vordermann gebracht und seine Zukunft dauerhaft gesichert werden. Denn die meisten Bauten sind in die Jahre gekommen. Über kurz oder lang müssen fast alle Behausungen, Tierunterkünfte, Gehege, Voliere und Freianlagen erneuert werden.

Das Problem: Weil die meisten Gebäude und Gehege in einem so schlechten Zustand sind, fallen äußert hohe Instandhaltungs- und Sanierungskosten an. Doch die Finanzierungsmöglichkeiten sind für den kleinen Verein beschränkt. Doch der rege Förderverein mit dem ehemaligen Steuerberater Ludwig Becker an der Spitze, der sich mit großem Einsatz für den Erhalt des Vogelparks engagiert, könnte es gelingen.

Durch viele unglückliche Umstände, beispielsweise einen Brand und Mardereinfälle, hatte sich um 2012 der ursprüngliche Tierbestand erheblich reduziert. Waren es zuvor 215 Tiere, so blieben gerade einmal 115 übrig. Inzwischen sind wieder neue hinzugekommen. Zu den Besonderheiten gehören die unüberhörbaren bunten Aras. Aufwändige Maßnahmen sind ins Auge gefasst, so die sicherlich arbeitsintensive Neugestaltung des Tropenhauses, das in seiner äußeren Form erhalten bleibt, aber im Inneren eine Aufwertung erfährt. In dem Umbau sollen dann rund 60 verschiedenfarbige Wellensittiche und weitere gelb leuchtenden Nymphensittiche eine Bleibe finden, teilt der Verein mit.

„Der Vogelpark ist uns als Naherholungseinrichtung ganz wichtig, zumal im Vogelpark alles vorhanden ist, was die Gäste erwarten“, sagt die neue Vorsitzende Natascha Ehringer, und zählt auf: eine beliebte Vereinsgaststätte, eine Terrasse und ein Freisitz mit einem herrlichen Blick über das Gelände, schattenspendende Bäume, mehrere Teiche, ein Spielplatz für Kinder, Tierunterkünfte, Gehege, Volieren und Freianlagen für etwa 40 verschiedene Tierarten. Aktuell auf dem Vorhabenplan stehen die neugestalteten Volieren für die zwei jungen Kolkraben, die neuen Unterkünfte für die Sittiche sowie für fünf junge Ziegen.

Am Waldrand in Richtung Kronau befindet sich seit über 50 Jahren der idyllische Vogelpark, der als Ausflugsziel stets viele Besucher anzieht. Zahlreiche Bewohner tragen dazu bei, dass die Besucher interessanten Tierarten begegnen.

Bereits 1966 eröffnet

1965 hatte die selbstständige Gemeinde Kirrlach eine Fläche von 75 Ar im Gewann „Pfaffengarten“ für ei-nen Vogelpark zur Verfügung gestellt. Die 1966 eröffnete Grünanlage präsentierte sich in den vergangenen Jahren als eine Oase der Natur mit allerlei Erholungs-, Entspannungs- und Erlebnismöglichkeiten. Am Anfang des Ausbaus widmeten sich die Vereinsmitglieder dem Ententeich mitten im Gelände. Bald darauf wurden die Volieren erweitert. Schließlich bekamen die Huftiere großzügige Gehege zugewiesen. wr