Bruhrainer Zeitung

Ehrenamt Vereine können nur mit ehrenamtlichen Helfern bestehen

Viele helfende Hände

Oberhausen-Rheinhausen.In der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen gibt es zahlreiche Vereine. Und wie in anderen Ortschaften auch, sind es gerade die Vereine, die das Gemeindeleben spannend und bunt machen. Wer sich engagieren möchte, findet immer eine Möglichkeit, Niemand muss einsam zu Hause sitzen. Die örtlichen Vereine freuen sich immer über Mitstreiter.

Doch kein Verein kann ohne seine treuen ehrenamtlichen Helfer existieren. Viele helfende Hände sind gefragt, wenn es darum geht, Feste zu organisieren, Festzelte aufzubauen oder im Sportverein die Kinder zu betreuen und zu trainieren. Den meisten Vereinen und Organisationen fällt es inzwischen schwer, den entsprechenden Nachwuchs zu gewinnen.

Die Bruhrainer Zeitung war in der Gemeinde unterwegs und hat nachgefragt, wer sich wo engagiert und einbringt und vor allem, warum.

Peter Unser (58), Elektriker aus Oberhausen: "Aus gesundheitlichen Gründen musste ich leider mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit aufhören. Im hiesigen Angelsportverein war ich lange Zeit als Gewässerwart tätig. Dabei habe ich die Ehrlichseen überprüft und über eventuelle Besatzmaßnahmen entschieden. Also geschaut, wie die Wasserqualität ist und in gegebenen Fällen neue Fischbestände in den Seen ausgesetzt. Das habe ich immerhin gut 30 Jahre lang gemacht."

Vera Brand (71), Hausfrau aus Oberhausen: "Ich bin aktiv bei der Katholischen Frauengemeinde im Verwaltungsteam. Hier kümmere ich mich um die Organisation und auch um die Pressearbeit. Das klappt sehr gut. Insgesamt sind wir acht Leute in der Verwaltung, die verschiedenen Aufgaben haben wir untereinander aufgeteilt, die Zusammenarbeit mit den anderen macht mir viel Spaß. Zusammen bereiten wir Andachten vor, auch gibt es bei uns Kaffeemittage. Aktiv bin ich seit 1988 dabei. In der Verwaltung bin ich seit 1992 tätig."

Manjana Schaubeck (34), Hausfrau aus Oberhausen: Ich war früher in Wiesental zehn Jahre lang beim Roten Kreuz aktiv. Aus gesundheitlichen Gründen - mein Rücken macht mir Probleme - kann ich da nun leider nicht mehr mitmachen. Damals habe ich im Sanitätsdienst auf Straßenfesten und bei vielen Sportveranstaltungen mitgeholfen und Verletzte versorgt. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe dafür gelebt."

Roland Machauer (78), Rentner aus Oberhausen: "Ich war 42 Jahre lang im Radsportverein "Edelweiß" im Vorstand als Kassier ehrenamtlich tätig. Mit 18 war ich auch ein Jahr aktiv als Radsportler im Verein, doch das Talent hat mir gefehlt. Dann habe ich im Vorstand angefangen. Dort habe ich die Mitglieder betreut, Haushaltspläne erstellt und Zuschüsse beantragt. Und ich habe mich eben auch um allgemeine Verwaltungsangelegenheiten gekümmert. Es war Zufall, dass ich dazu gekommen bin, und dann haben sie mich nicht mehr gehen lassen."

Siegfried Primsic (73), Rentner aus Oberhausen: "Ich hatte vor zwei Jahren einen Schlaganfall, da kann ich mich gesundheitlich nicht mehr auf eine ehrenamtliche Tätigkeit einlassen. Das geht einfach nicht mehr. Aber auch früher hatte ich kein großes Interesse daran, mich in einem Verein zu engagieren. Ich hatte bei meiner Arbeit immer genug zu tun. Das hat mich schon jeden Tag ausreichend ausgelastet. Für ehrenamtliches Engagement fehlte mir deshalb auch einfach die Zeit."