Bruhrainer Zeitung

Sankt Martin Sich selbst entdecken und dabei vielleicht auch näher zu Gott finden / Gospelchor singt

Vom Heiligen Klaus erzählt

Philippsburg.In der Stadt Philippsburg wurde am Sonntag das Martins-Fest gleich zwei Mal gefeiert. In der katholischen Kirche St. Maria begrüßten Vikar Okocha und Diakon Klaus Weinmann neben den erwachsenen Gläubigen auch die angehenden Erstkommunionkinder aus der Kommune.

Pastoralreferentin Renate Mayer-Franz und Gemeindereferentin Susanne Köhler haben mit den Jugendlichen der Religiösen Kinderwoche den Gottesdienst gestaltet. Sie thematisieren die Geschichte vom Heiligen Bruder Klaus: Er verlässt seine Frau und zehn Kinder, um den Sinn des Lebens und durch Gott sich selbst zu finden. "So viele "ach hätt ich doch sagt der Mensch im Alltag. Oft fehlt augenscheinlich die Zeit oder der Mut", hieß es weiter.

Bruder Klaus verdeutliche nach seiner Reise, man solle sich selbst klar werden, was wirklich wichtig sei. Was Kraft gebe und an wen man sich wenden könne, wenn Hilfe benötigt wird oder auch, mit wem man seine Freude teilen könne. Prioritäten setzen und an sich und an Gott glauben, damit es kein "hätt ich doch" mehr gebe am Ende. Das war letztlich die Empfehlung im Gottesdienst in der Kirche St. Maria.

Der Gospelchor Philippsburg unter der Leitung von Katharina Fritz hat die Feier stimmungsvoll musikalisch begleitet.

Eine sehr routinierte Heilige

Am Sonntagabend erschien dann - aufgrund des kalten und regnerischen Wetters - der Heilige Martin, alias Monika Hattendorf, ganz ohne Pferd in der Kirche. Ihre Augen leuchten, als die Philippsburgerin erzählt, dass sie diese Rolle bereits im 12. Jahr spielt.

Die Pfadfinder beteiligen sich an der Gestaltung dieser Feier. Sie erinnern an die ursprüngliche Geschichte des Soldaten Martin von Tours aus Frankreich. Jetzt am Abend begleitet eine Abordnung der Stadtkapelle Philippsburg unter Leitung von Martin Werner die Kinder musikalisch beim Zug durch das Kirchenschiff.

Zum Abschluss gibt es im Gemeindehaus leckere Martinsweck für alle, aber auch Waffeln, Punsch und Glühwein. Sogar feine Plätzchen werden zum Verkauf angeboten.