Bruhrainer Zeitung

Wissenschaftsdienstag KIT-Experten stellen Forschungsergebnisse vor / Wolfram als ideales Material bei hohen Temperaturen / Anmeldung erforderlich

Wie der Boden zum Energiespeicher wird

karlsruhe.Egal ob E-Mobilität oder die Energiewende – bei vielen Zukunftsthemen spielen die alternative Energiegewinnung und -speicherung eine essenzielle Rolle. Daran forschen Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie. Einen Einblick in diese Forschung gibt am Dienstag, 7. August, im Perfekt Futur, Alter Schlachthof 39, unter anderem Dr. Jens Reiser vom Institut für Angewandte Materialien, wie es in einer Mitteilung der Universität heißt.

Den Fokus legt der Experte für Hochtemperaturwerkstoffe auf Wolfram. Von allen reinen Metallen besitzt es den höchsten Schmelzpunkt und den höchsten Siedepunkt. Deswegen ist Wolfram als gewendelter Draht in Glühlampen zu finden. Auch für Hochtemperaturanwendungen in der Energietechnik wäre das Metall wegen dieser Eigenschaft prädestiniert. Allerdings verhindern bisher andere Faktoren diesen Einsatz. Mit seiner Forschung sei es Dr. Reiser gelungen, diese Hindernisse zu überwinden. Er zeigt den spannenden Weg des Übergangsmetalls vom Lampendraht zum Strukturwerkstoff. An Schokoladentafeln wird er für das Publikum außerdem Kerbschlagbiegeversuche durchführen, mit denen sich in diesem Forschungsbereich üblicherweise die Zähigkeit metallischer Werkstoffe untersuchen lassen.

Geologie weist Weg in die Zukunft

Einblicke in seine Arbeit im Bereich Umwelt, Energie und Klima gibt Dr. Jörg Meixner vom Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT. In einem Forschungsprojekt befasst er sich mit der saisonalen Einspeicherung von Überschusswärme im Untergrund. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von geothermischen Speichertechnologien. Wie genau solche geothermischen Speicher den Weg für effizientere Energieversorgung in der Zukunft ebnen könnten, ist das Thema seines Vortrags am Wissenschaftsdienstag.

Da die Anzahl der Plätze im Perfekt Futur begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an wissenschaftsbuero@karlsruhe.de mit Angabe der gewünschten Personenanzahl erforderlich. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. zg

Info: Weitere Informationen zum Wissenschaftsdienstag und der Anmeldung gibt es im Internet unter www.effekte-karlsruhe.de und auf dem Facebook-Kanal des Wissenschaftsbüros.