Adelsheim

Insgesamt 30 Feiern Begleitung fürs Leben in christlicher Tradition

200 Konfirmanden in der Region

Archivartikel

Grosseicholzheim/Mosbach.In diesem Jahrgang werden im evangelischen Kirchenbezirk Mosbach 204 Jugendliche in 30 Feiern konfirmiert. Sie bekräftigen damit die Absicht, in der christlichen Tradition eine Begleitung fürs Leben zu finden, und bitten für ihren Lebensweg um Gottes Segen.

Die Mehrzahl der Konfirmationsfeiern findet inzwischen in den Wochen vor Pfingsten statt – zu einem etwas späteren Zeitpunkt als früher. So fallen die wichtigen Osterfeiertage für die meisten Jugendlichen in die Vorbereitungszeit. Die noch ausstehenden Termine im Kirchenbezirk Mosbach sind: 5. Mai (Asbach, Großeicholzheim, Christuskirche Mosbach, Reichenbuch und Sulzbach), 12. Mai (Auerbach, Binau, Hochhausen, Lohrbach, Mosbach-Waldstadt, Neckarburken, Sulzbach), 18. Mai (Guttenbach), 19. Mai (Dallau, Haßmersheim, Stiftskirche Mosbach, Martinskirche Neckarelz, Oberschefflenz, Obrigheim, Strüpfelbrunn), 26. Mai (Mittelschefflenz, Neckarzimmern), 2. Juni (Unterschefflenz, Zwingenberg).

Dekan Folkhard Krall betont, dass mit dem Konfirmandenunterricht weiterhin ein flächendeckendes Angebot im Kirchenbezirk gegeben ist. In einzelnen Gemeinden werden mit gutem Erfolg aber auch schon Kooperationen erprobt.

„Nach wie vor freuen sich viele Jugendliche und Familien, wenn sie in der Kirche feiern können, in der sie sich zu Hause fühlen“, so Dekan Krall. Aber wenn die Konfirmanden ein Jahr lang als Gruppe zusammengewachsen sind, sei es oft mindestens genauso wichtig, den Festtag zusammen mit den Freunden zu erleben.

Die übliche Konfirmandenprüfung findet inzwischen in der gesamten Evangelischen Landeskirche in Baden in Form eines eigenständig gestalteten Präsentationsgottesdienstes statt. Wichtiger als auswendig gelernte Inhalte ist der Kirche dabei, dass Jugendliche ein eigenes Verhältnis zu den kirchlich überlieferten Glaubenssätzen bekommen.

In der Region ist der wöchentliche Kurs am Mittwochnachmittag nach wie vor die grundlegende Form der Vorbereitung für die Konfirmanden – in Absprache mit den Ganztagsschulen wird der Nachmittag in der 8. Klasse dafür extra freigehalten.

Der Konfirmandenbeauftragte des Kirchenbezirks, Victor vom Hoff, betont: „Glaube wird den Jugendlichen nicht in die Wiege gelegt. Konfi-Kurse bieten die Möglichkeit, in das Gemeindeleben hineinzuschnuppern und eigene Erfahrungen damit zu machen, wie der Glaube an Gott im eigenen Leben konkret und sichtbar werden kann.“ Hier und da gibt es auch kurze Gemeindepraktika, die Einblick in die Gruppen und Kreise der Gemeinden gewähren. Ausflüge, Übernachtungen im Gemeindehaus oder ein Freizeitwochenende machen darüber hinaus die Konfirmandenzeit zum Event, bei dem Gemeinschaft erlebt wird.

Dass die frisch Konfirmierten in diesem Jahr gleich am 1. Advent die Möglichkeit haben, durch die Teilnahme an den Kirchenwahlen ihre Verbundenheit mit der Gemeinde auszudrücken, darauf weist Dekan Folkhard Krall ausdrücklich hin: „Mit ihrer Stimme können alle Jugendlichen den Ehrenamtlichen Rückenwind geben, die sich in der Gemeindeleitung für eine gute Zukunft unserer Gemeinden einsetzen.“

Auch ein ländlich strukturierter Kirchenbezirk hat regionale Angebote über das Dorf hinaus – die Konfirmanden konnten das vor ihrer Konfirmation erleben. Die regionalen Gottesdienste der Bezirksjugend bieten die Möglichkeit zur Begegnung im größeren Rahmen, der Bezirks-Diakonie-Tag in der Johannesdiakonie zeigte alle Arbeitsfelder kirchlicher Sozialarbeit, der Fußball-Konfi-Cup ließ Kirche auch wieder im sportlichen Bereich sichtbar werden.

Wenn die Konfirmation als kirchliches Angebot für Jugendliche nach wie vor attraktiv ist, dürfte das also nicht nur an Geschenken aus dem Familienkreis liegen. Vom Hoff erklärt: „Am Ende des Kurses sind Konfis immer wieder erstaunt, welchen persönlichen Weg sie in dem Jahr zurückgelegt haben. Aus dieser Haltung heraus wird die Konfi-Zeit zum Gewinn, der auch über das Fest hinaus Mut und Kraft für das eigene Leben geben kann.“