Adelsheim

„Gäässwärmerzunft“ Traditioneller Neujahrsempfang im Zunftheim in der Schlossgasse / Neuen Pin vorgestellt

„Allezer Gääss“ macht sich auf den Weg ins Freibad

Adelsheim.Zum traditionellen Neujahrsempfang lud die „Gäässwärmerzunft 1927 Alleze“ einer alten Tradition gerecht werdend am Dreikönigstag ins Zunftheim in der Schlossgasse ein. Dort gab sich die „Gäässwärmer“-Familie mit ihren Freunden und Gönnern ein Stelldichein, um Kontakte und Freundschaften rund um die Zunft zu pflegen.

Vorsitzender Michael Nied hieß die zahlreichen Gäste willkommen, allen voran die Elferräte, Gäässen, Hexen und Trachten sowie Bürgermeister Klaus Gramlich – und nicht zuletzt die Freunde der Zunft, bevor er allen ein erfolgreiches, gesundes, fröhliches und närrisches gäässgewärmtes neues Jahr wünschte.

Besonders schön anzusehen war die Altersstruktur beim Empfang, denn vom Kindergartenkind bis zum Senior waren hier viele Generationen vertreten, die das Gäässwärmerleben und die Traditionspflege in der Baulandstadt mit reichlich Leben erfüllen. Nach dem Gäässwärmerlied „S’ Lewe is voll Sorch un Leid“ blickte Zunftpräsidentin Iris Kull in herzerfrischenden Worten auf viele Geschichten des Zunftheims zurück, das den „Wohn-Mittelpunkt“ des Vereinslebens ist. Da solch ein Mittelpunkt aber auch finanziert werden muss, kann es für kleine Feiern gemietet werden.

Dort trugen sich in letzter Zeit einige kuriose Geschichten zu, von denen die Zunftpräsidentin mit einem weinenden und einem lachenden Auge einiges zu berichten wusste.

Beispielhafte Zusammenarbeit

Abschließend hoffte sie in der bevorstehenden Kampagne auf viele motivierte Fastnachter, welche die Veranstaltungen besuchen. Schon im Vorfeld bedankte sie sich für die beispielhafte Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Feuerwehr- und Stadtkapelle und den übrigen Vereinen, die stets sehr harmonisch verläuft.

Weiter dankte sie allen, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz die fünfte Jahreszeit zu einem Genuss machen.

Dann stellte Iris Kull den Pin 2010 vor: „Immer, wenn wir über den neuen Pin und das Motto nachdenken, kommen wir ins Schwitzen. Vielleicht hat dies geholfen, denn die Schaffer-Sisters hatten die zündende, eher heiße Idee, nachdem der vergangene Sommer afrikanische Wüsten-Dimensionen angenommen hatte und jeder sich in die kühlen Fluten des Freibads stürzen wollte“, so die Präsidentin.

Das diesjährige Motto heißt: „Wenn d’ Sonne heiß wie Feuer brennt, die Gääss dann gern ins Schwimmbad rennt.“ Also war klar, der Pin muss die Gääss darstellen, die bereit ist fürs Schwimmbad. Julian Dolk, Schöpfer so manchen Pins in der Vergangenheit, fertigte die Zeichnung an, nach der Kevin Retlich die digitale Vorlage für den Pin 2019 erstellte. Nach dieser Datei bestellte die Firma Tungl den aktuellen Jahrespin. Es stellt die „Allezer Gääss“ dar, die sich ausgestattet mit Sonnenbrille, Schwimmente und Schwimmreif auf den Weg ins Freibad macht. Im Schwimmreif steht Gäässwärmerzunft Alleze 2019.

Dann stellte Vorsitzender Michael Nied in Versform den Ablauf der Fastnachtsveranstaltungen 2019 vor, die am 14. Februar mit den Aufbauarbeiten beginnen.

Am Samstag, 23. Februar findet die Prunksitzung in der Eckenberghalle statt. Tags darauf, am Sonntag, 24. Februar, geht dort die Kinderprunksitzung über die Bühne; die Straßenfastnacht mit Machtübernahme am Rathaus ist am Schmutzigen Donnerstag, 28. Februar, ab 17.33 Uhr.

Der traditionelle Gäässwärmerball wird in diesem Jahr als Frauenfastnacht gefeiert. Doch keine Bange, Männer dürfen auch kommen, aber eben nur in Frauenkleidern. Die Veranstaltung findet am 2. März in der Eckenberghalle statt.

Zum Fastnachtsausklang findet am Fastnachtsdienstag, 5. März, die Geldbeutelwäsche an der Gääss im Stadtgarten statt, bevor das Heringsessen am Aschermittwoch, 6. März, die Kampagne beendet.

Bürgermeister Klaus Gramlich dankte der Gäässwärmerfamilie, die alljährlich den Veranstaltungsreigen der Stadt mit ihrem Dreikönigsempfang eröffnet, bevor die Stadt am kommenden Wochenende, am Sonntag, 13. Januar, zum Stadtempfang in die Eckenberghalle einlädt. Gramlich freute sich, dass eine enge Verbindung zwischen der Zunft und der Stadt bestehe und hier die Tradition und des Brauchtums gepflegt und gewahrt wird. Nach einem grandiosen Auftakt der Kampagne am 11.11. wünschte er den Fastnachtern einen erfolgreichen Verlauf der bevorstehenden Veranstaltungen und dankte alle, die vor und hinter den Kulissen nicht nur während der Fastnachtszeit, sondern das ganze Jahr hinweg aktiv sind und das städtische Leben bereichern.

Mit dem Jolly-Schunkler „In Alleze am Wasserfall“ und einem gemeinsamen Mittagessen fand der Empfang in familiärer Atmosphäre einen gemütlichen Ausklang. jüh