Adelsheim

Ortschaftsrat Leibenstadt tagte Innenentwicklung im Ortsteil läuft gut / Bürger sagen weitere ehrenamtliche Mitarbeit bei örtlichen Vorhaben zu

Der Friedhof bleibt die „Schwerpunktbaustelle“

Leibenstadt.Auf großes Interesse der Bürger stieß die jüngste Sitzung des Ortschaftsrates Leibenstadt im Dorfgemeinschaftshaus. Im Mittelpunkt der umfangreichen Tagesordnung stand die Festlegung und Umsetzung aller für das Jahr 2018 geplanten Vorhaben im Ortsteil.

Zunächst informierte Ortsvorsteher Dieter Stahl über die Rechtskraft der geänderten Abgrenzungs- und Abrundungssatzung nach der Beschlussfassung des Gemeinderates in der Sitzung vom 19. Februar und der Bekanntmachung im Bauländer Boten. Weiter gab er einen Beschluss des Ortschaftsrates vom 16. Februar bekannt, in dem das Gremium im „schriftlichen Verfahren“ dem Antrag auf Errichtung eines Acht-Familien-Doppelhauses zustimmte. Das Gebäude entspreche in allen Belangen den baulichen Festsetzungen für die Leibenstadter Ortslage.

Erfreuliche Bautätigkeit

Umfangreich informierte Stahl über die aktuellen Wohnbautätigkeiten im Ort. Mit der Schließung innerörtlicher Baulücken und der Umnutzung alter landwirtschaftlicher Gebäude zu Wohnzwecken zeichne sich eine erfreuliche Tendenz ab, die für die Innenentwicklung von Leibenstadt „kaum besser“ sein könne.

Als äußert hilfreich bewertete der Ortsvorsteher die positiv entschiedenen Einzelanträge auf Förderung nach dem Entwicklungsprogramm „Ländlicher Raum“ (ELR) des Landes Baden-Württemberg. Zusammen mit den in der „Wanne“ bereitgestellten Bauplätzen könne jeder Bauwillige den Traum vom Eigenheim in den nächsten Jahren auch in Leibenstadt verwirklichen.

Neue Pflanzbeete

Da im Laufe der Zeit an verschiedenen Plätzen und Grünanlagen in der Ortslage ganz natürliche „Alterserscheinungen“ festzustellen sind, hat das Gremium auf Vorschlag der Ortsverwaltung die Neuanlage von Pflanz- beziehungsweise Grünflächen entlang der Ortsdurchfahrt mit Schwerpunkt im Bereich Dorfgemeinschaftshaus, alte Schule und Kirche beschlossen. Zur Aufwertung des Ortsbildes und zur Verbesserung der Straßenraumgestaltung soll mit einer „fließenden Grenze“ zwischen öffentlichen und privaten Grundstücken eine ansprechende Kombination von Straßenbäumen und variablen Grünflächen geschaffen werden. Sämtliche Arbeiten werden ehrenamtlich durch die Bürger übernommen.

Im Rahmen laufender Unterhaltungsmaßnahmen am Leibenstadter Feldwegnetz sollen an den Wirtschaftswegen „lebensverlängernde“ Maßnahmen durchgeführt werden. Dementsprechend ist im Jahr 2018 die Instandsetzung des „Kohlackerweges“, des „Adelsheimer Weges“ und des „Waddeldernweges“ vorgesehen.

Da die Regulierung der seitlichen Bankette und die Beseitigung von Schlaglöchern bereits im letzten Jahr durch die Arbeitsgemeinschaft „Bauhof/Bürgerschaft“ erledigt wurde, soll nun die Verwaltung die vollflächige Oberflächenbehandlung (Spritzdecke) mit der ausführenden Firma entsprechend dem vorliegenden Angebot abstimmen, so dass die Maßnahme abhängig vom Wetter bald ausgeführt werden kann. Zusätzlich sollen am „Hesselweg“ die übermäßigen Verdrückungen durch den Handeinbau von Mischgut beseitigt werden.

Sanierung am Gemeinschaftshaus

Aufgrund von Sicherheitsmängeln an den Zugängen zum Dorfgemeinschaftshaus hat der Ortschaftsrat die entsprechenden Mittel für die erforderliche Sanierung im Jahr 2018 angemeldet.

Nach dem Hochwasser vom 4. Januar sollten zusätzlich Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um künftig Folgeschäden zu vermeiden. Nach ausführlicher Beratung stimmte der Ortschaftsrat dem Gestaltungsvorschlag der Verwaltung zu. Allerdings ist die vorgesehene behindertengerechte Ausführung der neuen Zugänge aus Sicherheitsgründen nicht überall möglich.

Kleine Grabfelder werden möglich

Die Schwerpunktbaustelle bleibt auch in diesem Jahr der Friedhof. Die Fertigstellung der neuen Friedhofsmauer, die Anfertigung neuer Tore und die Gestaltung eines Aufenthaltsplatzes mit Sitzgelegenheit werden die Arbeitskraft der Bürger fordern, so Stahl. Zusätzlich werden im neuen Zugangsbereich bereits jetzt Vorarbeiten für ein flexibles Flächenkonzept ausgeführt, das die bedarfsgerechte Bereitstellung von kleinen Grabfeldern ermöglicht.

Nach ausführlicher Beratung wurde die Ortschaftsverwaltung gebeten, die erforderlichen Arbeiten zu organisieren, umzusetzen und die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten im Bereich der geplanten Belegungsflächen für das nächste Jahr vorzubereiten.

Im letzten Tagesordnungspunkt wurden die einzelnen Vorhaben in einem Arbeits- beziehungsweise Bauzeitenplan zusammengestellt, wobei sehr deutlich zum Ausdruck kam, dass die Bürger ein äußerst arbeitsreiches Jahr vor sich haben. Umso erfreuter nahm das Gremium zur Kenntnis, dass die Bürger in vielen Gesprächen bereits die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Unterstützung der Vorhaben zum Ausdruck gebracht hat.