Adelsheim

„Energiewende“ in Adelsheim „Expedition N“ machte zwei Tage lang Station auf dem Rossparkplatz

Eine Einladung zum Mitmachen

Eines der großen Themen der Zeit ist die Energiewende. Um es den Bürgern und besonders den Schülern näherzubringen, kam die „Expedition N“ jetzt nach Adelsheim.

Adelsheim. Konkret geht es um den Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien. Die „Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg“ der Baden-Württemberg-Stiftung will das Anliegen der Energiewende und der Nachhaltigkeit direkt zu den Menschen vor Ort bringen und lädt diese zum Mitmachen, Mitdiskutieren, Nachdenken, Umdenken und Gestalten einer energiebewussten Zukunft ein. Am Donnerstag und Freitag machte das „Expeditionsmobil“ Station auf dem Adelsheimer Rossparkplatz an der Marktstraße.

Bürgermeister Klaus Gramlich, Rektorin Veronika Köpfle, die Klassen 8, 9 und 10 der Martin-von-Adelsheim-Schule sowie Bürger besuchten das zweistöckige Ausstellungsfahrzeug mit seinen über 20 selbst bedienbaren Exponaten und Multimedia-Terminals und informierten sich über die Grundlagen der Energiewende.

Diplombiologin Karin Kolbe und Diplomgeograph Thomas Ellmer referierten über die Thematik, beantworteten Fragen der Besucher und berichteten am Donnerstagvormittag in der Martin-von-Adelsheim-Schule über das Thema „Nachhaltigkeit“. Die Schüler der drei neunten Klassen der Schule hatten sich in den letzten Wochen bereits intensiv mit dem Thema befasst.

Das „Nachhaltigkeitskino“ im Obergeschoss des Mobils sorgte mit aufschlussreichen Filmen zum Umwelt- und Klimaschutz, aber auch zu den vielen Facetten der Nachhaltigkeit für „Aha“-Erlebnisse und Denkanstöße. Eine digitale Bibliothek bot vertiefte Informationen und die Möglichkeit zu eigenen Recherchen.

Karin Kolbe erklärte dazu, dass das Überthema die „Nachhaltigkeit“ sei. Dies bedeute, dass die zukünftigen Generationen genauso gut leben können wie wir heute. „Das Ausstellungsmobil stellt die Energiewende dar, zeigt auf, was diese überhaupt ist, warum wir sie brauchen und was jeder einzelne dazu beitragen kann“, so Kolbe.

Die Energiewende werde wegen des Klimawandels, der Knappheit der Ressourcen und wegen des Problems der Zwischenspeicherung benötigt, so Kolbe weiter.

Im Jahr 2050 werde der Meeresspiegel rund 1,5 Meter höher liegen, erklärte danach Thomas Ellmer, und die Küsten werden, wenn das so eintrifft, nicht mehr bewohnbar sein. Ab dem Jahr 2050 werden nach Schätzungen circa 250 Millionen Menschen wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen und auf der Flucht sein, so Ellmer weiter. Energiewende bedeute, erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme zu nutzen. Energie sparen könne man zum Beispiel durch LED-Beleuchtung, oder wenn man Energie in Akkus speichere und dann bei Bedarf nutze. Die Entwicklung immer energieeffizienterer Technologien, intelligente Stromnetze, umweltfreundliche Mobilitätsangebote wie Carsharing oder Elektroautos gehören ebenso dazu wie das Verhalten jedes einzelnen in der eigenen Umwelt. Auch bewusstes Einkaufen, Reisen und Pendeln oder ein möglicher Konsumverzicht tragen zu einer gelungenen Energiewende bei, resümierte Ellmer.

Terminals wurden viel genutzt

Vom Pumpenspeicherkraftwerk über ein energiesparendes Modellhaus bis zum „Netzspiel“ für bis zu sechs Mitspieler erfuhren die Besucher alles über klimaschonende Versorgung. Viel Beachtung fand unter den 20 selbst bedienbaren Exponaten und Multimedia-Terminals die Energiespeicherung mit Schwung, das Thema „Wenn Wasser fließt“, „Lass es krachen – mit Wasser“, „Auf Tauchstation im Erdreich“ oder „Batterien von morgen“.

Bürgermeister Klaus Gramlich und Rektorin Veronika Köpfle dankten beim ersten Besuch den beiden Fachbetreuern für ihre umfangreichen Informationen, die gerade für die Schüler von immenser Bedeutung seien. jüh