Adelsheim

„Gäässwärmerzunft Alleze“ Narren feierten eine ereignisreiche Kampagne / Ausblick auf die kommende Saison

Gelungener Start der „Weiberfasnacht“

Archivartikel

Adelsheim.Auf eine erfolgreiche Saison blickte die „Gäässwärmerzunft Alleze“ 1927 kürzlich bei ihrer Mitgliederversammlung im Zunftheim in der Schlossgasse zurück.

Die Kampagne startete unter dem Motto „Wenn d’ Sonne heiß wie Feuer brennt, die Gääss dann gern ins Schwimmbad rennt“ am 11. 11. mit einer zünftigen und erfolgreichen Kinderdisco. Anschließend bewegte sich der Umzug der „Gäässwärmer“ zu den Klängen der Feuerwehr- und Stadtkapelle in diesem Jahr erstmals vom Museumshof aus durch die verschlungenen Straßen der Schlossstadt zurück in den Museumshof, in dem das traditionelle Wecken des „Balzele“-Schreiners mit Vorstellung der Elferräte stattfand.

Beim Neujahrsempfang am Dreikönigstag begrüßte die Zunft viele Gäste und pflegte Kontakte und Freundschaften. Die Prunksitzung in der gut gefüllten Eckenberghalle wurde vom „Überraschungs-Praktikanten“ Marius Zetzmann geleitet. Die Tanzgruppen waren gut vorbereitet und zeigten sieben Tänze im Wechsel mit sechs Redner- und Show-Beiträgen. Die Kinderprunksitzung wurde am Tag darauf von dem neuen Jungelferrats-Präsidenten Lukas Bopp geleitet. Geplant wurde die Sitzung vom Alt-Jungelferratspräsident Marius Zetzmann und Teamleiterin Angie Boras-Schweitzer.

Traditionsfiguren vorgestellt

Am Schmutzigen Donnerstag fand die „Allezer Straßenfasnacht“ statt. Sie begann damit, dass die Hexen und „Gäässen“ die Adelsheimer Firmen und Geschäfte besuchten. Außerdem besuchten Abordnungen der Zunft die Kindergärten in Sennfeld und Adelsheim. Die Kinder freuten sich auf die Fastnachter und machten begeistert mit, wenn ihnen die Traditionsfiguren und die Lieder vertraut gemacht wurden und sie beim Löschen des Seestadtbrandes helfen durften. Nach dem Empfang im Sitzungssaal des Rathauses, bei dem verdiente Fastnachter geehrt wurden, begann die Straßenfastnacht mit einem Narrenzug unter Begleitung der Feuerwehr- und Stadtkappelle zum Rathaushof. Dort fand die Erstürmung des Rathauses und die Amtsenthebung des Stadtoberhaupts Klaus Gramlich durch die Narren statt. Nach Übernahme der Stadtkasse und des Schuldensacks zog der närrische Zug in Richtung Jakobskirche zum Abholen des Narrenbaums, der auf dem Marktplatz aufgestellt und mit dem Hopp-Karline-Lied umtanzt wurde. Nach dem Verlesen der „Gäässwärmer“-Chronik wurde im Schein der Fackeln der Jugendfeuerwehr die „Gääss“ verbrannt. Die Straßenfastnacht ging dann über in den gemütlichen Teil in der „Diefgarasch“ des Rathauses.

Intensive Werbung

Neu war in diesem Jahr die erste „Allezer Weiberfasnacht“. Dank der intensiven Werbung und dem Engagement eines Organisationsteams, feierten viele Fastnachter in der liebevoll geschmückten, verkleinerten Eckenberghalle den „Gäässwärmerball“. In der Fastnachtszeit begeisterten die Tanzgruppen der Zunft befreundete Fastnachtsvereine. Abordnungen besuchten die Prunksitzungen der „Merchemer Brogge“ und der „Borkemer Wüscheli“. Am Fastnachtssonntagmittag fand in Merchingen der Umzug statt, an dem Mitglieder der „Gäässwärmerzunft“ teilnahmen. Am Fastnachtsdienstag war die „Gäässwärmerzunft“ am Umzug in Osterburken beteiligt. Nach der Geldbeutelwäsche bei der „Steingääss“ im Stadtgarten wanderten die „Gäässwärmer“ zum Zunftheim, um mit dem Lumpenball fröhlich den Ausklang der Fastnacht zu feiern. Ein Renner war auch wieder das Heringsessen am Aschermittwoch im Zunftheim.

Schatzmeisterin Kerstin Schaffer legte Rechenschaft über die Vereinskasse ab, die von Anke Gaukel und Jola Gniosdorz geprüft wurde. Einen umfangreichen Einblick in ihre Arbeit gaben die Gruppensprecher der einzelnen Fastnachtsgruppen. Vorsitzender Michael Nied gab abschließend einen Ausblick auf die nächsten zwölf Monate. Beim Volksfest im Juli helfen die „Gäässwärmer“ beim Auf- und Abbau, an der Kasse und in verschiedenen Ständen.

Der 11. 11. beginnt wieder mit einer Kinderdisco, bevor das Wecken des „Balzele“-Schreiners im Museumshof stattfindet. Traditionell findet am 6. Januar der Neujahrsempfang der Zunft statt. Die Prunksitzung ist am 15. Februar 2020. Am schmutzigen Donnerstag findet die „Allezer Straßenfastnacht“ statt. Nach der Premiere in diesem Jahr wird das Konzept der „Allezer Weiberfasnacht“ weiter ausgearbeitet.

Auch Lumpenball und Heringsessen finden wieder statt. Bürgermeister Klaus Gramlich dankte der Zunft, die auch außerhalb der fünften Jahreszeit wie etwa beim Volksfest und Weihnachtsmarkt einen wichtigen Bestandteil im Vereinsleben der Stadt bilde. Weitere Grüße übermittelte Friederike Madinsky von der Marktplatzgruppe. Sie dankte den „Gäässwärmern“ für ihr Engagement beim Volksfest. jüh