Adelsheim

An der Martin-von-Adelsheim-Schule Wandern für die Andern / Beim „Spendenlauf“ kamen insgesamt 1200 Euro zusammen

Geteilte Freude bei der Spendenübergabe

Adelsheim.Bereits seit vielen Jahren veranstaltet die Gemeinschaftsschule in Adelsheim kurz vor den Sommerferien einen „Spendenlauf“.

Im Vorfeld suchen sich Schüler bei ihren Eltern und Verwandten „Paten“, die für jeden gelaufenen Kilometer oder pauschal einen Geldbetrag spenden. Häufig kamen die so erwanderten Spenden dem Kinderhospizdienst im Neckar-Odenwald-Kreis zugute.

Aus aktuellem Anlass wurden die Spenden im letzten Jahr erstmals als Hilfe für Kinder in Afrika verwendet. Eine Kollegin der Schule, Alexandra Laible, hat bereits seit Jahren vielfältige Kontakte dort und wollte ihr Sabbatjahr wiederum dazu verwenden, vor Ort zu helfen.

Bei den unterstützten Projekten handelt es sich zum Beispiel um einen Kindergarten in Zezele Creche, der unbedingt größere Räumlichkeiten benötigt. Auch die New World Foundation in Lavender Hill konnte sich mit Hilfe der Spende Material für die Nachmittagsbetreuung anschaffen. Ein besonderes Hilfsanliegen war auch das Projekt „Kochtopf“ in Levander Hill. Dort arbeitet Charmaine seit Jahren ehrenamtlich mit den bedürftigsten Kindern aus dem sozialen Brennpunkt (Einzelheiten können unter www.alexandralaible.de nachgelesen werden).

Bei der Aussprache über den diesjährigen Verwendungszweck stellte sich heraus, dass sich auch eine andere Kollegin seit Jahren für soziale Angelegenheiten in Afrika einsetzt. Dr. Karin Schuff engagiert sich bereits seit 2009 in Schefflenz in dem Verein „Mütter für Mütter – innat le innat“. Es begann damit, dass einzelne Mitglieder über private Kontakte nach Äthiopien formlose Patenschaften für Alleinerziehende in Ausbildungsverhältnissen übernahmen.

Deren Berufstätigkeit hängt davon ab, dass ihre Kinder in einer (kostenpflichtigen) Tageseinrichtung untergebracht werden können. Junge Mädchen wird bei der finanziellen Sicherung ihrer Berufsausbildung geholfen, um ihnen dadurch den Weg ins Ausland, d.h. in die Lohnarbeit als Hausangestellte in arabischen Staaten, zu ersparen.

Mittlerweile bestehen etwa jedes Jahr 20 feste Patenschaften für Kinder und Jugendliche in Addis, Awasa und Doyogena. Angesichts der großen Not infolge von Dürre und Missernten in Äthiopien ist eine regelmäßige Unterstützung der Schulkinder nötiger denn je (www.innat.de).

In diesem Jahr wurde zwar keine Rekordsumme gespendet, aber die Freude bei der Spendenübergabe im Rahmen einer Lehrerkonferenz war trotzdem groß. Rektorin Veronika Köpfle bedankte sich bei allen Spendern und bei den beiden Kolleginnen, die wertvolle Arbeit leisten.

Beide freuten sich über einen Scheck in Höhe von 600 Euro. Sicher gilt auch hier: Geteilte Freude ist doppelte Freude.