Adelsheim

Auszeichnung für die Weinhandlung Mahler Sennfelder Firma erhielt zwei Medaillen bei den „Baden Best Spirits“

Goldmedaille ging an den Zwetschgenbrand

Archivartikel

Sennfeld.Hohe Auszeichnung für die Weinhandlung Mahler aus Sennfeld: Bei den „Baden Best Spirits“, der größten Edelbrandprämierung der Welt, in Appenweier wurde Geschäftsführer Michael Mahler vom Verband Badischer Klein- und Obstbrenner geehrt. Sein Zwetschgenbrand erhielt die Goldmedaille, sein Birnen- und Apfelbrand erhielt Bronze. Der Bundesvorsitzende der Klein- und Obstbrenner Deutschlands und Bundestagsabgeordnete Alois Gerig (CDU) ließ es sich nicht nehmen, der erfolgreichen Obstbrennerei am Donnerstagvormittag im Beisein von Bürgermeister Klaus Gramlich einen Besuch abzustatten und diese zu besichtigen.

„Unser Zwetschgenbrand ist unter den 280 besten von insgesamt 3200 präsentierten Zwetschgenbränden gewesen“, resümierte Mahler bei der Besichtigung. Die Brände seien alle aus lokalen beziehungsweise regionalen Streuobstwiesen. Seit 1936 bestehe die Weinhandlung Mahler in Sennfeld und werde heute in der dritten Generation als Familienbetrieb geführt. Das Geschäft habe sich in den letzten Jahren geändert, meinte Mahler. Weg vom reinen Weinvertrieb, hin zum Getränkevollsortimenter, beschrieb er die Entwicklung. Man sei im Besitz von Kühl- und Bierausschankwägen und könne den kompletten Festservice für Vereine und Privatpersonen anbieten, betonte er. Alois Gerig schilderte, dass von den bundesweit 16 000 Kleinbrennern der überwiegende Teil aus Süddeutschland komme. Die Herausforderung sei, dass Ende 2017 das staatliche Brandweinmetropol aufgehoben wurde und dadurch der Kleinbrenner nur noch direkt vermarkten könne.

„Begeistert bin ich immer von der Vielfalt und der Qualität der Destillate und Liköre. Deshalb ist es unser Anliegen, dass sich die Brennereien einer Fachjury stellen. Es freut mich sehr, dass die Familie Mahler eine solch hohe Auszeichnung erhalten hat“, lobte Gerig, der noch auf die Bedeutung der Streuobstwiesen einging. Diese seien für die Erhaltung der Bienenbestände wichtig. Umgekehrt gäbe es kein Obst ohne Bienen und andere Insekten, stellte Gerig abschließend fest. Bürgermeister Klaus Gramlich freute sich darüber, dass Gerig die Einladung angenommen und sich vor Ort informiert hatte. jüh