Adelsheim

Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken Untergrund für die Seckachtalbrücke wird zurzeit vorbereitet / Behelfsumfahrt, um den Verkehr aufrecht zu erhalten

Großer Einsatz für ein starkes Fundament

Um Brücken bauen zu können, braucht es zuerst einmal ein starkes Fundament. Deshalb wird zurzeit an der Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken an allen Ecken und Enden gearbeitet.

Adelsheim. Dabei geht es vor allem darum, die Vorarbeiten in der Tiefe für den Bau der Seckachtalbrücke abzuschließen. In vier Wochen soll dann mit dem eigentlichen Brückenbau begonnen werden. "Wenn das große Bohrgerät für die Erdbohrungen kommt, müssen die Vorbereitungen komplett abgeschlossen sein, damit das teure Gerät sofort eingesetzt werden kann und kein Leerlauf entsteht", verdeutlicht Bauaufseher Axel Deuser vor Ort im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

In der Hauptsache sind momentan zwei Firmen auf der Baustelle: Die Firma Feldhaus aus dem Sauerland, die den oberen Bereich am Eckenberg sichert, sodass dann in den tieferen Bereichen gearbeitet werden kann.

Außerdem ist die Firma Leonhard Weis, die den Vertrag für die Seckachtalbrücke bekommen hat, damit beschäftigt, die Bohrplattformen für die Brückenpfeiler und Widerlager vorzubereiten und eine Behelfsumfahrt an der B 292 zu bauen, weil dieser Straßenbereich neben einem späteren Brückenpfeiler liegt und abgesenkt werden muss.

"Verkehr aufrecht erhalten"

"Dieser Beipass muss jetzt gebaut werden, um den Verkehr später aufrecht erhalten zu können", verdeutlicht Dimplom-Ingenieur Arno Hofmann.

Außerdem habe man bei der Firma Würth eine Betriebszufahrt errichtet, um auf dem Gelände der Firma Brückenpfeiler bauen zu können.

Insgesamt werden vier Brückenpfeiler gebaut. Davon stehen zwei auf dem Betriebsgelände, einer zwischen der Industriestraße und der Seckach und einer im oberen Bereich am Eckenberg, wo jetzt schon eine Erdbohrmaschine steht.

"Dort soll auch der Taktkeller eingerichtet werden", verdeutlicht Arno Hofmann im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

"Das ist eine Art Werkstatt, in der die Brückenteile vorbereitet und dann eingeschoben werden", verdeutlicht Bauaufseher Axel Deuser. Nach dem Fertigstellen eines bestimmten Brückenteils werde dieser zusammen mit den zuvor hergestellten Abschnitten über den Pfeilern verschoben oder "eingeschoben", um wiederum den nächsten Abschnitt oder "Takt" herstellen zu können.

79 Bohrpfähle

Als Widerlager werden beim Brückenbau in diesem Zusammenhang Bauteile am Übergang von der Brückenkonstruktion zum anschließenden Erddamm bezeichnet, die auftretenden Kräften zur Stabilisierung entgegenstehen.

Die Bohrpfähle ragen bis zu 40 Meter tief in den Boden und sind laut Arno Hofmann tief im Fels verankert. Insgesamt werden bei der Seckachtalbrücke 79 Pfähle mit einem Durchmesser von 1,50 Meter verarbeitet. "Die Tiefgründung ist also im massiven Fels", erklärt er und ergänzt: "Das ist auch notwendig. Sonst sind wir setzungsabhängig." Vergleichbar sei dieses Verfahren mit einem Stiftzahn.

Grundsätzlich sei man bei diesen Arbeiten ziemlich unabhängig von der Witterung, weil die Arbeit hauptsächlich im Erdreich stattfindet. "Wir rechnen damit, die 79 Pfähle bis Februar gesetzt zu haben", so Arno Hofmann.