Adelsheim

Sindolsheimer Ortschaftsrat tagte Die Metallbaufirma Vogt würde den Tartanplatz gerne erwerben und zu Parkplätzen für ihre Mitarbeiter umbauen

„Hinterlassenschaften“ von Hunden erneut Thema

Archivartikel

Sindolsheim.Mehrere interessante Punkte standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Sindolsheimer Ortschaftsrates. Dazu konnte Ortsvorsteher Jürgen Fuchs neben Bürgermeister Ralph Matousek zahlreiche interessierte Bürger begrüßen.

Beim ersten Tagesordnungspunkt befasste sich das Gremium mit der Verunreinigung durch Hun-dekot. Vor genau zwei Jahren habe es zu diesem „leidigen Punkt“ schon einmal eine größere Diskussion im Ortschaftsrat gegeben, so Fuchs, der darauf hinwies, dass man des Öfteren Hundebesitzer im Amtsblatt dazu aufrufe, die „Hinterlassenschaften“ ihrer Tiere endlich ordnungsgemäß zu entsorgen.

Derzeit sind 46 Hunde in Sindolsheim gemeldet. Die Gemeinde wird in jedem Ortsteil zwei Hundebeutelstationen mit Entsorgungsmöglich-keiten aufstellen. Wenn durch diese jetzt geplante Maßnahme eine Verbesserung erreicht wird, soll die Errichtung weiterer Stationen folgen. Die Leerung soll durch die Mitarbeiter des Bauhofes erfolgen.

Lösung für Lebensmittelmarkt

Bereits in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres hatte sich der Ortschaftsrat mit der in Sindolsheim bestehenden Einkaufsmöglichkeit befasst. Ortsvorsteher Fuchs gab bekannt, dass er mit der Eigentümerin des Hauses gesprochen habe. Bis zum Ende diesen Jahres könne der bestehende kleine Lebensmittelmarkt wie gewohnt weiter betrieben werden. Danach müsse man sich nochmals über eine Lösung zur Weiterführung unterhalten.

Nächster Tagesordnungspunkt waren die anstehenden Kommunalwahlen. Für den Gemeinderat kandidieren Jörg Graser, Heiko Hoßfeld, Jochen Kautzmann und Carolin Meile. Für den Ortschaftsrat stellen sich Jürgen Fuchs, Alexander Gramlich, Roland Hambrecht, Jochen Kautzmann, Steffen Pfeil, Uwe Schwendemann und Sandra Zich zur Wahl. Die Nominierungsveranstaltungen haben zwischenzeitlich stattgefunden, so Fuchs. Die Wahlvorschläge müssen jedoch noch vom Gemeindewahlausschuss geprüft werden.

Die Umnutzung des Tartanplatzes am Sportplatz war weiteres Thema. Da der 1985 fertiggestellte Tartanplatz (Mehrzweckplatz) hauptsächlich als Tennisplatz genutzt wurde und diese Abteilung schon lange aufgelöst wurde, verwildert der Platz immer mehr, so Fuchs. Der Belag löse sich zwischenzeitlich vom Untergrund ab, und eine starke Rissbildung sei vorhanden, so dass dort ein ordentlicher Spielbetrieb nicht mehr möglich sei und der Platz eigentlich aus Sicherheitsgründen geschlossen werden müsste.

Bereits in der Sitzung im November 2018 hat man die Bevölkerung gebeten, sich über eine sinnvolle Umnutzung Gedanken zu machen. Es ging jedoch nur ein Vorschlag der ortsansässigen Metallbaufirma Vogt ein, die den Platz erwerben und zu Parkplätzen für ihre Mitarbeiter umbauen möchte. „Lange und zäh“ wurde der Antrag des Unternehmens im Gremium besprochen und diskutiert. Die Gemeinde beabsichtigt, den Platz an die Firma zu verkaufen. Es soll aber schriftlich festgehalten werden, dass die Parkflächen an Wochenenden auch für den Spielbetrieb und bei Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle mitgenutzt werden dürfen. Somit könnte auch die Grünfläche zwischen dem Mühlweg und der Landstraße 518 erhalten bleiben.

Von den Zuhörern und auch aus den Reihen der Ortschaftsräte kam der Vorschlag, den Platz zu vermieten oder zu verpachten, so dass dieser weiter im Besitz der Gemeinde bleibt und im Falle eines Eigenbedarfs wieder zur Verfügung steht. Der Ortschaftsrat hat auch bei Bürgermeister Matousek nachgefragt, ob es möglich wäre, ein Seniorenwohnheim auf der Fläche des Tartanplatzes zu errichten. Dieses Vorhaben sei aber leider nicht mehr möglich, da die Fläche im Überschwemmungsgebiet liege, so Matousek. Der Gemeinderat werde sich in der nächsten Sitzung mit diesem Thema befassen und einen Beschluss herbeiführen.

Unter Punkt „Verschiedenes“ informierte der Ortsvorsteher, dass die Friedhofsmauer in den kommenden Wochen durch die Firma Beckmann (Merchingen) saniert werden soll.

Für die Erneuerung der Brückengeländer in der Lammstraße und am Bachlehrpfad wurden vier Firmen angeschrieben, bis jetzt sind aber noch keine Rückmeldungen eingegangen.

Der öffentliche Telefonanschluss am Rathaus Sindolsheim wurde von der Telekom abgebaut, da von diesem Gerät seit 2013 kein Anruf mehr getätigt wurde.

Der Glasfaseranschluss für das Baugebiet Adeldornring 2 ist zurzeit in Arbeit und wird von der Telekom durch die Firma Hartmann durchgeführt. Die Arbeiten sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Am Buswartehäuschen in der Kirnautalstraße, das von den Mitarbeitern des Bauhofes aufgestellt wurde, fehlen noch die Vogelaufkleber und ein Abfallkorb.

In der Marktstraße müssen vereinzelt Pflastersteine ausgebessert werden. Diese Arbeiten werden von den Mitarbeitern des Bauhofes ausgeführt werden. F