Adelsheim

FC Zimmern Sportheimeinweihung fand im Beisein zahlreicher Ehrengäste statt / Zahlreiche Mitglieder und Helfer haben mit angepackt

Hochachtung, Bewunderung und Wertschätzung erfahren

Zimmern.„Es geschah in der Nacht zum 12. März 2017, als irgendein fehlgeleiteter Mensch nichts Besseres zu tun hatte, als das Sportheim des FC Zimmern an dessen Rückseite anzuzünden. Nur dem Zufall in Person von Sebastian Schleier, der das Feuer vom Ort aus gesehen und gedankenschnell Alarm ausgelöst hatte, war es zu verdanken, dass nicht das komplette Gebäude zerstört wurde“, sagte Vorsitzender Rudi Kipphan im Rahmen der offiziellen Einweihung des nun wieder aufgebauten Zimmerner Sportheimes. Durch die schnelle Alarmierung und das professionelle Eingreifen der Feuerwehren aus Zimmern, Seckach und Buchen konnte ein Totalschaden verhindert werden.

Im Beisein von Mitgliedern, Bürgermeister Thomas Ludwig, Ortsvorsteher und Feuerwehrkommandant Siegfried Barth und dem Vizepräsidenten des Badischen Fußballverbandes Jürgen Galm wurde an die Ereignisse rund um die polizeilich festgestellte Brandstiftung erinnert. Ein weiterer Willkommensgruß von Rudi Kipphan galt als Vertreter des Badischen Sportbundes und des Sportkreises Buchen Manfred Jehle, als Vizepräsident des Badischen Fußballverbands Jürgen Galm, Horst Salling vom Fußballkreis Buchen sowie den Vertretern der Bau ausführenden Firmen und den Vereinsvertretern Martin Müller vom SV Seckach, Otmar Ackermann vom SC Klinge/Seckach, Günter Schmitt-Haber vom SV Großeicholzheim und den Helfern und Gönnern. Über Jahrzehnte aufgebaut, gepflegt und erhalten wurde mit dem Brand nicht nur das Gebäude, sondern auch die Grundlage für einen geregelten Spiel- und Vereinsbetrieb für einige Zeit zerstört. Nach der Einigung mit der Versicherung, diversen Spenden von Institutionen, Privatpersonen und in einem Fall auch vom benachbarten TSV Götzingen konnten nach den Worten des Vorsitzenden mit konkreten Planungen zum Wiederaufbau begonnen werden. Unterstützung erfuhr man hierbei durch den Geschäftsführer des Badischen Fußballverbandes, H. Ziegenhagen, sowie H. Elfner vom Badischen Sportbund in Form eines Zuschusses von 50 Prozent der förderfähigen Summe. Die Seckacher Gemeindeverwaltung hatte ebenfalls einen Zuschuss geleistet. Und bei so mancher Rechnung der beteiligten Firmen konnten noch diverse Abstriche verrechnet werden.

„Aber ohne die eigenen Mitglieder und engagierten Helfer wäre solch ein Projekt in der Zeit und für einen kleinen Dorfverein nicht zu stemmen gewesen“, betonte Kipphan weiter. So ging stellvertretend aller Unterstützer und Helfer ein besonderer Dank an Alois Fischer, Michael Weber, Ruven Ertl und Rüdiger Ackermann, sowie an die „Finanzministerin“ des Vereins Birgit Ackermann für ihre Übersicht und ihre organisatorischen Fähigkeiten.

Birgit Ackermann und Steffen Kreutzer dankten Rudi Kipphan und Andreas Bechtold sowie deren Partnerinnen für deren überdurchschnittlichen Einsatz zeitlich und organisatorisch. Namens der Gemeinde, des Gemeinde- und Ortschaftsrates würdigte Bürgermeister Thomas Ludwig das tatkräftige Anpacken der Vereinsmitglieder mit Rudi Kipphan an der Spitze, die den Kopf anlässlich der sechsstelligen Schadenssumme nicht in den Sand steckten, sondern das Heft des Handelns postwendend in die Hand genommen hatten. Die Gemeinde habe selbstverständlich einen Zuschuss in Höhe von 20 250 Euro mit weiteren Sach-, Bauhof- und Verwaltungsleistungen beigetragen, der Badische Gemeindeversicherungsverband habe freiwillig die eigentliche Versicherungssumme erhöht und Mitglieder sowie zahlreiche Helfer hätten mit ihren Eigenleistungen erheblich mit dazu beigetragen, dass man nun den Wiederauf- und Umbau des Sportheimes feiern könne.

Im kommenden Jahr feiert der FC Zimmern sein 60-jähriges Bestehen, und so hoffe man mit der Wiedereröffnung des Sportheimes und dem Aufstieg der Fußballer in die A-Klasse das Unglücksjahr 2017 auf wieder ruhigere Zeiten und ein weiterhin gedeihliches Miteinander, sagte der Bürgermeister.

Größte Hochachtung, Bewunderung und Wertschätzung zollten die Grußwortredner den Verantwortlichen und Mitglieder des FC Zimmern, denen es gelungen war, nicht zu resignieren und zu verzweifeln, sondern im Gegenteil aus einem 500-Seelen-Dorf so viele Kräfte zu mobilisieren und gleichzeitig auch noch den lang ersehnten sportlichen Erfolg zu schaffen. L.M.