Adelsheim

Eckenberg-Gymnasium „Internet und soziale Medien“ im Rahmen einer Projektwoche beleuchtet

Informative Einblicke in die Medienwelt Jugendlicher

Adelsheim.Im Zusammenhang mit einer Aufklärungswoche mit dem Thema „Internet und soziale Medien“ fand am Eckenberg-Gymnasium ein Informationsabend für Eltern und Lehrer statt.

„Kennen Sie die Medienwelt der Jugendlichen?“, fragten Oberstudienrätin Nadine Lindner, Neuntklässler Christian Kowatschitsch und Polizeioberkommissar Günther Ebert die über 100 Anwesenden.

Nadine Lindner, die die Projektwoche organisiert hatte, zeigte auf, dass jeder die Auswirkungen des Digitalisierungs-Phänomens (etwa Monopolisierung des Online-Handels oder Selbstinszenierung per Handy) verstärkt. Nicht wenige Eltern, so wurde verdeutlicht, wundern sich über die häufige Handy-Nutzung ihrer Kinder, haben aber ihre mobilen Geräte auch immer in Griffweite.

Als „Medienagent“ hatte Christian Kowatschitsch während der Woche gemeinsam mit anderen Mitschülern die Fünft- und Sechstklässler über „Social Media“ aufgeklärt: „Nutzen und Risiken gehen Hand in Hand“. So hob er neben der einfachen Kontaktmöglichkeit per Smartphone hervor, dass man schnell in eine Kostenfalle („In-App-Käufe“) treten und die Dauernutzung der kleinen Bildschirme Schlafstörungen hervorrufen kann.

Bedenklich ist, dass etwa jeder zweite Jugendliche bereits ungewollt mit pornografischen Inhalten konfrontiert worden ist. Statistisch betrachtet also die Hälfte derer, die Klassen 8 oder höher sind.

Günther Ebert, Präventionsbeamter des Polizeireviers Buchen, betonte: Minderjährigen pornographischer Inhalte zu zeigen, etwa Mitschülern in der Pause, erfüllt einen Straftatbestand, für den auch nicht strafmündige Jugendliche unter 14 Jahren angezeigt werden können.

Bezüglich Cybermobbings forderte er alle Eltern auf, im Verdachtsfall unverzüglich die Polizei zu konsultieren: Damit in der Regel verbundene Belästigungen, Beleidigungen und Bedrohungen stehen ebenfalls unter Strafe. Er mahnte zudem, sich in Chats auf keinerlei anzügliche Anfragen einzulassen; allzu oft ließen sich Kinder und Jugendliche verleiten, Informationen und Ansichten preiszugeben, die zur absoluten Privatsphäre gehören.

Die Aktionswoche wurde von der Landesregierung im Rahmen des „Kindermedienlands“ Baden-Württemberg gefördert, ebenso wie weitere 30 neue medienpädagogische Projekte. Insgesamt gab es für die verschiedenen Vorhaben 27 000 Euro.