Adelsheim

Gemeinderat Adelsheim Einstimmig votierten die Stadträte für eine weitere Betreuung durch die untere Forstbehörde

Künftige Beförsterung und Holzvermarktung im Blick

Adelsheim.„Forst und Land sind in Zukunft strikt getrennt.“ Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Klaus Gramlich zur Forststrukturreform über, die am Montagabend ebenfalls auf der Agenda des Gemeinderates stand.

Im Zuge dieser Reform verfolgt das Land einerseits die Schaffung einer Anstalt des öffentlichen Rechts, die künftig ausschließlich für den Staatswald zuständig sein wird. Andererseits trennt sich die Landesforstverwaltung infolge eines kartellrechtlichen Verfahrens grundsätzlich von der Holzvermarktung, soweit es sich nicht um Holz aus dem Staatswald handelt.

Für die Städte und Gemeinden folgt daraus die Frage, wie die Betreuung des Kommunalwaldes und die Holzvermarktung künftig gestaltet werden sollen. „Das Landratsamt hat ein System erarbeitet, wie man das machen könnte. Die Leistungen für die Kommunen müssen in Zukunft kostenecht werden“, so das Stadtoberhaupt.

Anhand einer Beispielrechnung zeigte er auf, dass Adelsheim künftig durch die Beförsterung 46 Prozent Kostensteigerung zu verzeichnen habe.

Allerdings sei es auch nicht rentabel für Adelsheim, künftig einen eigenen Förster einzustellen. „Wir sehen das mit einem weinenden Auge“, meinte Gramlich weiter. Stadtrat Edgar Kraft monierte: „Durch die Reform gehen uns 25000 Euro flöten. Unser Ertrag geht damit praktisch gegen null. Danke Forstreform!“

Stadträtin Elisabeth Baier bedauerte, dass man in Zukunft dann wohl auch an den Wanderwegen sparen müsse und damit der Erholungswert für die Bürger im Wald sinke.

„Man sucht jetzt einen Weg, um halbwegs aus diesem Schlamassel herauszukommen“, meinte Harald Steinbach.

Dafür sei die weitere Betreuung durch die untere Forstbehörde und ein Vertrag zur Anpassung der bestehenden Rechtsbeziehung die beste Lösung.

Da die Hauptkosten bei der Beförsterung liegen, sah auch Stadträtin Heide Lochmann keine andere Lösung. „Es bleibt uns gar nichts anderes übrig“, meinte sie.

Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, den Beitritt zur Genossenschaft vorzubereiten. dani