Adelsheim

Heute ist Valentinstag Die FN sprachen mit der Floristin Susanne Süssenbach, die in ihrem Laden in der Friedrichstraße in Osterburken blumige Ideen anbietet

Liebeserklärung aus Handwerkskunst

Auch wenn Rosa-Töne momentan „der Hit“ sind, werden heute, am Valentinstag, hauptsächlich rote Rosen über die Theke des Blumenladens von Susanne Süssenbach gehen.

Osterburken. Am 14. Februar, dem „Tag der Liebe“, stellt sich für viele jedes Jahr wieder die Frage: Soll man für den Partner ein Geschenk besorgen – oder eher auf diesen kommerziell angehauchten Tag verzichten?

Wer sich „dafür“ entscheidet, hat am Valentinstag die Qual der Wahl, mit welcher Aufmerksamkeit er seinem Partner eine Freude macht: ein Abendessen bei Kerzenlicht, eine Schachtel Pralinen oder gar ein großer Strauß rote Rosen?

„Blumen-Süssenbach“ in Osterburken ist am heutigen Donnerstag einer von vielen Anlaufpunkten für Verliebte: Wie Floristin Susanne Süssenbach vorab im FN-Gespräch erzählte, sind am „Tag der Liebe“ im Allgemeinen Männer und im Besonderen „vor allem die Jüngeren, die zwischen 30 und 35“, ihre Kunden.

„Sie wissen genau, was sie wollen“

„Und die wissen genau, was sie wollen. Sie lassen ihre Sträuße individuell binden und kaufen nicht nur am Valentinstag, sondern auch mal zwischendurch einen Blumengruß für ihre Liebste.“ Daran könnten sich viele ältere Kunden ein Beispiel nehmen, so Süssenbach und ihre Mitarbeiterin Wally schmunzelnd. Es gebe viele Anlässe, um Blumen zu verschenken. „Der Schönste ist aber ’einfach so’“, sind sie sich einig, denn: „Dann ist es auch eine Überraschung.“

Da der „Run“ auf die blühende Pracht heute besonders groß ist, werden die Pforten des Blumenladens in der Friedrichstraße von 8 bis 18 Uhr durchgängig geöffnet bleiben. Nur so könne man den zu erwartenden Ansturm meistern, denn: „Mittlerweile spielt sich alles an dem einen Tag ab“, so die Geschäftsführerin.

„Ein bisschen Zeit“ müsse man also am Valentinstag schon mitbringen. Susanne Süssenbach und ihre Mitarbeiterin freuen sich jedenfalls darauf. „Das ist ein schönes Schaffen. Die Herren sind pflegeleicht und meist entspannt.“

Wie in den Vorjahren werden auch 2019 am Valentinstag rote Rosen der Verkaufsschlager sein – und da vor allem der „Klassiker“, die Sorte „Red Naomi“. Aber auch weiße Rosen seien toll, so Süssenbach, deren Mitarbeiterin hinzufügt, dass in diesem Jahr Rosa-Töne der Hit sind.

„Wert auf Qualität legen“

Süssenbach und ihre Mitarbeiterin nutzten im Gespräch mit unserer Zeitung gerne die Gelegenheit, um mit zwei Klischees aufzuräumen:

„Die Rosen sind nicht doppelt so teuer als sonst, sondern kosten nur ein paar Cent mehr.“ Das läge daran, dass an diesem Tag „massig Blumen in der ganzen Welt“ verschenkt würden („Angebot und Nachfrage“). Klischee Nummer zwei: „Unsere Blumen gehen nicht schneller kaputt als sonst.“

Den Grund dafür liefern die Floristinnen gleich mit – und appellieren auch an ihre Kunden, sich „für gute Qualität“ zu entscheiden, die eben nur die Fachgeschäfte anbieten würden und nicht die Discounter um die Ecke. Denn: „Schlechte Ware können sich Floristen nicht leisten.“

Der 14. Februar war schon im alten Rom der „Tag der Liebenden“. Heute aber stehen viele Menschen dem Brauch des Valentinstags skeptisch gegenüber. Darauf verzichten, Blumen – oder zum Beispiel etwas Süßes – zu verschenken, wollen viele dennoch nicht.

Dies kann allerdings auch an jedem anderen Tag geschehen, denn wie gesagt: „Einfach so – ist halt doch am schönsten.“